Bühnenbild_Oral_History.jpg Blutspendebus 1970 / copyright: DRK
Oral HistoryOral History

Sie befinden sich hier:

  1. Aktuell
  2. Projekte
  3. Oral History

Oral History - Zeitzeugen berichten

Seit jeher beschäftigt sich das Deutsche Rote Kreuz intensiv mit seiner eigenen Geschichte, getreu dem Motto von Wilhelm von Humboldt:

               „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“

Das DRK in Westfalen-Lippe hat in seiner Vergangenheit bei vielen geschichtsträchtigen Ereignissen eine wichtige Rolle gespielt.

So zum Beispiel: 

  • 1945 bei der Unterstützung von Ortsvertriebenen und dem Betrieb von Auffanglagern am Ende des zweiten Weltkrieges,
  • 1953 bei der Flutkatastrophe in den Niederlanden und Flandern (Watersnood),
  • 1965 bei der Heinrichsflut oder
  • 1979 bei der letzten Pocken-Epidemie in Deutschland im Hochsauerland.

Es gibt jedoch noch viel mehr Beispiele, die leider mehr und mehr in Vergessenheit geraten! Häufig kennt man noch die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die ihre Rot-Kreuz-Geschichten den jüngeren Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzlern erzählen können.

Um diese Geschichten auch kommenden Generationen zugänglich zu machen, haben die DRK-Landesverbände Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und Westfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit dem DRK-Generalsekretariat das Projekt Oral History West ins Leben gerufen.

Für das Projekt werden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Roten Kreuz, aus Ehren- und Hauptamt und aus den unterschiedlichen Aufgabenbereichen und allen Gemeinschaften gesucht, um diese ausführlich in Interviews zu Wort kommen lassen. Mit dem Grundprinzip der „erzählten Geschichte“ („Oral History“) berichten Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner ihre interessanten Erlebnisse. Diese Berichte werden dokumentiert.

Für die Dokumentation beschäftigen die beteiligten Landesverbände zwei junge Menschen in einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Bereich Kultur. Ab dem 1. September 2020 interviewen sie DRK-Zeitzeugen und Zeitzeuginnen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Dabei geht es nicht um lange Fragebögen, sondern um das ganz persönliche „Rotkreuzerleben“. Wir möchten die Sicht der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen kennenlernen und ihre Erlebnisse im Roten Kreuz für die Nachwelt erhalten. Diese Geschichten des DRK sollen uns nicht verloren gehen! Die aufgearbeiteten Interviews werden zugänglich sein für die Forschung, die Öffentlichkeitsarbeit, die Orts- und Kreisverbände, die Landesverbände und das Generalsekretariat - und für unsere Museen. Innerhalb eines Jahres sollen so insgesamt ca. 120 Personen interviewt werden. Es ist uns bewusst, dass in einer Zeit von Covid-19 nicht alle Personen persönlich interviewt werden können. Deshalb werden wir einige Interviews auch digital durchführen. 

Zeitzeugen gesucht

Bei der Suche nach Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die das DRK-Leben geprägt haben, benötigen die Landesverbände Ihre Unterstützung. Überlegen Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen in den Orts- und Kreisverbänden, wer bei der Gestaltung des DRK-Lebens vor Ort eine wichtige Rolle gespielt hat und wer spannende Geschichten und Erlebnisse berichten kann.

Vorschläge für Interviewpartnerinnen und -partner sammeln wir bereits jetzt schon: Melden Sie interessante Persönlichkeiten und ihre Geschichte(n) bei Sabine Jordan (Tel.: 0251 9739-181 oder per E-Mail: Zeitzeugen(at)drk-westfalen.de).