Bühnenbild_Tröstepferdchen.jpg Foto: Oliver Schwabe/Westfälisches Volksblatt
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Unser Tröstepferdchen „Milli“

Kinder stehen nach einem Unfall oft besonders unter Schock. Insbesondere dann, wenn die Eltern nicht dabei sind. Denn sie müssen sich mit ihrer Verletzung einem fremden Menschen anvertrauen. Für Ärzte und Rettungssanitäter ist es dann nicht immer leicht, Zugang zu einem Kind zu finden und zu erfahren, wo das Kind Schmerzen hat oder wie der Unfall passiert ist.

In dieser schwierigen Situation helfen kleine trostspendende Kuscheltiere. Mit ihrer Unterstützung können Rettungssanitäter und Helfer Vertrauen zu verunsicherten, geschockten oder traumatisierten Kindern aufbauen. Denn die kleinen Trostspender lenken ab und lassen das Kind den Unfall ein wenig vergessen. Außerdem nehmen sie dem Kind die Angst vor dem Krankenhaus und/oder der Behandlung durch einen Arzt.

Die Anschaffung unserer Tröstepferdchen, die wir „Milli“ getauft haben, wird leider nicht durch Krankenkassen oder den Staat finanziert. Die Tröstetiere sind aber erwiesenermaßen ein echter Helfer in der Not. Aus diesem Grund benötigen wir tatkräftige Unterstützung von hilfsbereiten Menschen und Unternehmen.  

Da das Deutsche Rote Kreuz auf vielfältige Weise Menschen hilft und in vielen Städten und Gemeinden vor Ort direkte Hilfe leistet, benötigen wir eine große DRK-Tröstepferdchen-Einsatztruppe. Denn unsere Trostspender kommen nicht nur auf unseren Rettungsfahrzeugen zum Einsatz, sondern auch bei Sanitätsdiensten (z. B. auf Veranstaltungen wie Stadtfesten, Konzerten oder im Stadion) und im Katastrophenschutz: zum Beispiel bei Bombenentschärfungen oder einem Schneechaos. Denn auch dann sind Kinder verunsichert und haben Angst. 

Beim DRK in Westfalen-Lippe kommen knapp 200 Fahrzeuge in unterschiedlicher Häufigkeit zum Einsatz. Dazu kommen unzählige weitere Einsatzmöglichkeiten. Möglichst viele von diesen möchten wir mit unseren kleinen Trostspendern ausrüsten. Uns ist eine hohe Qualität der Stofftiere sehr wichtig, da wir den Kindern etwas Hochwertiges, Nachhaltiges und Kindgerechtes geben wollen, das frei von Schadstoffen ist. 

Warum „Milli“? 
Unsere Tröstepferdchen sind nach Kamillus von Lellis benannt. Der Name „Milli“ ist die Kurzform von Kamillus. Kamillus von Lellis lebte im 16. und 17. Jahrhundert in Italien. Er widmete sein Leben den Schwachen und Kranken – obwohl er selbst an einer schweren Verletzung litt. Heute ist Kamillus von Lellis der Schutzpatron der Pflegekräfte.