Nr. 13
Seit dem Start Ende Februar im DRK-Landesverband Sachsen reist das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ des Deutschen Roten Kreuzes nach Art eines Staffellaufs durch Deutschland. Das Ziel: Solferino in Norditalien. Am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, erreicht die Fackel das Gebiet des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe: Eine Abordnung der DRK-Schwesternschaft Marburg (DRK-Landesverband Hessen) wird das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ an den DRK-Kreisverband Hamm übergeben. Das DRK Hamm kümmert sich dann um den Weitertransport nach Münster, wo die Fackel am 9. Mai im Rahmen des 11. Freiwilligen- & Ehrenamtstages auf dem DRK-Campus an der Sperlichstraße an Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp und JRK-Landesleiterin Andrea Büscher übergeben wird.
Die weitere Route verläuft über das DRK-Kreisverbandsgebiet Warendorf-Beckum, das Rotkreuzmuseum in Schlangen, die DRK-Kreisverbandsgebiete Unna, Witten, Bochum, Wattenscheid, Herne und Wanne-Eickel sowie Gelsenkirchen nach Bottrop. Eine Abordnung des DRK Bottrop wird die Fackel am 15. Mai an den DRK-Ortsverein Alpen im DRK-Landesverband Nordrhein überreichen. Von da aus geht es durch die DRK-Landesverbandsgebiete Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern. Das Bayerische Rote Kreuz wird die Fackel dem Italienischen Roten Kreuz für den traditionellen Fackelzug in Solferino übergeben.
Seit 1992 reisen tausende Menschen aus der ganzen Welt nach Norditalien, um alljährlich rund um den 24. Juni bei einem Fackelzug des Italienischen Roten Kreuzes von Solferino nach Castiglione delle Stiviere an die Anfänge der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu erinnern: Die Erlebnisse von Henry Dunant am Rande der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 hatten zur Gründung des Roten Kreuzes im Jahr 1863 geführt.
Dass das Deutsche Rote Kreuz seit mehreren Jahren eine Ölfackel nach Art eines Staffellaufs auf die Reise nach Solferino schickt, ist auf Corona zurückzuführen. Nach Ausbruch der Pandemie konnte der teilnehmerstarke Fackelzug in Norditalien zunächst nicht mehr stattfinden. Im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe entstand daher 2020 die Idee, eine Ölfackel als Zeichen von Hoffnung und Menschlichkeit über Rotkreuzgliederungen zu transportieren, bis sie pünktlich zum Fackelzug den kleinen Ort Solferino in der Provinz Mantua erreicht. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Bisher gab es unter anderem Transporte per Fahrrad, Bollerwagen, Quad, Skateboard und Kanu.
Auch wenn der große Fackelzug in Italien mittlerweile wieder stattfinden kann, setzt das DRK seine Aktion als Demonstration für Hoffnung und Menschlichkeit fort.

