Idee + Tat 2026

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März 2026

Nachrichten Seite 8

Gelsenkirchener DRK-Einsatzeinheit probte erstmals den Aufbau eines Notfallinformationspunktes

In Gelsenkirchen ist am 2. November 2025 der Strom ausgefallen. Völliger Blackout. Bei den Katastrophenschützern des DRK Gelsenkirchen geht gleich darauf der Alarm ein. Bald schon treffen sie am Katastrophenschutzzentrum an der Adenauerallee ein, erhalten erste Informationen und machen sich bereit für den Einsatz. Ihre Aufgabe: Einen der sechs Notfallinformationspunkte, das Berufskolleg an der Königstraße, mit allem Nötigen auszustatten. Eine gute Stunde nach der Alarmierung rückt die Einsatzeinheit aus – im Marschverband. Bedeutet: Alle Fahrzeuge bilden eine Kette, die, der Straßenverkehrsordnung nach, als ein Fahrzeug gilt. Sonderrechte inklusive.

Das Szenario ist nur eine Übung. Damit alle wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Denn man kann am besten, was man bereits geübt hat. Deswegen ist in der Berufsschule auch tatsächlich der Strom abgestellt. Recht bald jedoch übernimmt die Netzersatzanlage, die die Feuerwehr beigesteuert hat. Der riesige Generator, mit Diesel betrieben, liefert 80 Kilowattstunden. Das klingt nach einer ordentlichen Menge. In Anbetracht der Größe der Schule und der Notwenigkeit vieler Einrichtungen zum Bevölkerungsschutz ist es das nicht. „Es hat sich zum Beispiel bald herausgestellt, dass die Aufzüge zwar funktionieren, sie jedoch so viel Strom brauchen, dass ein Nutzungsverbot ausgesprochen wurde“, erklärt Philipp Kuhrau, der Einsatzleiter dieser Übung.

Das Szenario wird zum ersten Mal geübt

Diese wichtige Übung findet in dieser Form zum ersten Mal statt. „Das Konzept der Notfallinformationspunkte ist erst gute zwei Jahre alt“, erklärt Johannes Heinrich, Kreisgeschäftsführer des DRK Gelsenkirchen, warum es so lange gebraucht habe, alle Pläne zu entwickeln. Der Anlass sei der Überfall Russlands auf die Ukraine und die in diesem Zusammenhang befürchtete Energiemangellage gewesen. Mit Blick auf dieses mögliche Krisenszenario hatte die Stadtverwaltung Gelsenkirchen ein Lagezentrum Energiemangellage eingerichtet und eine flächendeckende Einrichtung von Notfallinformationspunkten vorangetrieben. Seitdem konnte die städtische Krisen-Resilienz stetig verbessert werden: „Bei einem langanhaltenden Stromausfall erhalten Bürgerinnen und Bürger an insgesamt siebzehn Notfall-Informationspunkten im Stadtgebiet aktuelle Informationen und können Notrufe absetzen. Sechs dieser Notfall-Informationspunkte halten darüber hinaus eine Basisversorgung mit Trinkwasser, Lebensmittel-Notrationen, Betreuungs- und Wärmeangebote bereit.“, so Julius Leberl, Projektgruppenleiter der Notfall-Informationspunkte.

 „Unser Ziel ist heute, herauszufinden, was klappt, was fehlt, was brauchen wir noch.“ Daher wird auch vieles protokolliert, was besser laufen könnte. Vieles muss ausprobiert werden, zum Beispiel die moderne Feldküche des DRK Gelsenkirchen, die mit Strom funktioniert. Trotz des Blackouts soll sie ein echtes Ergebnis liefern – eine Suppe mit Einlage für alle Mitarbeitenden. Im Ernstfall würde eine solche Küche rund um die Uhr arbeiten. Die Versorgung hilfesuchender Menschen mit warmen Speisen und heißen Getränken ist ein wesentlicher Bestandteil der Notfallinformationspunkte. Daneben finden Menschen hier warme Räume, können den Sanitätsdienst in Anspruch nehmen oder einen Notruf absetzen. Denn Telefon und Internet funktionieren im Blackout nicht. „Hier gibt es zudem eine Ausgabe von Sachen des täglichen Bedarfs“, erklärt Johannes Heinrich. „Aber auch einfach mal eine Tasse Kaffee und ein offenes Ohr.“ Weil die ausgebildeten ehrenamtlichen Katastrophenschützer nicht in großer Zahl an allen sechs Notfallinformationspunkten dauerhaft vertreten sein können, einfach, weil es so viele von ihnen nicht gibt, werde man im Ernstfall auch qualifizierte Menschen aus der Bevölkerung einbinden. „Wenn sich hier ein Arzt einfindet, kann er in der Sanitätsstube helfen, kommt ein Koch her, kann er in der Küche unterstützen.“ So könne man sich einbringen und anderen Menschen helfen.

Ein Klassenzimmer wird zur Küche

Mittlerweile ist die erste Phase des Einsatzes vor Ort beendet, in der sich die Einsatzleitung selbst orientieren muss und feststellt, was wo aufgebaut wird. Nun erhalten die jeweiligen Gruppenführer entsprechende Anweisungen. Und so wird nun in einem Klassenzimmer die Feldküche aufgebaut. Während die einen hier noch Starkstromkabel verlegen, suchen die anderen schon Suppenkellen und Kochlöffel, laufen wieder andere mit Eimern, um 60 Liter Wasser zu holen für die Suppe.

Auf den Fluren hängen bereits zahlreiche Hinweisschilder. Sie sollen Menschen im Ernstfall Führung bieten, weisen den Weg zur Essensausgabe oder zur Hilfsbörse. Langsam fügt sich eines zum anderen. Und es dauert gar nicht so lange, bis alles steht und die Suppe köchelt. Die Helferinnen und Helfer haben sich die jetzt verdient. Denn vor ihnen liegt noch die große Aufgabe des ordentlichen Einpackens. Jetzt geht alles rückwärts, werden Kabel wieder aufgerollt, gespülte Kellen verstaut und die Feldküche verladen. Das Fazit der Übung fällt positiv aus. „Generell lief der Einsatz gut“, sagt Philipp Kuhrau. „Insbesondere in der Einbindung der weniger erfahrenen ehrenamtlichen Kräfte, die so eine Übung zum ersten Mal miterlebt haben.“ KV Gelsenkirchen / i+t

Tagung der Justitiare und Konventionsbeauftragten

Die diesjährige Tagung der Justitiare und Konventionsbeauftragten fand am 7. März im DRK-Tagungshotel in Münster statt. Landesjustiziar Heinz S. Gosmann begrüßte die Teilnehmenden zu einer Veranstaltung, bei der es um Konflikte und mögliche Lösungen ging. 

Prof. Dr. André Niedostadek, Wissenschaftler und Reisebuchautor, gab mit seinem Vortrag zum Auftakt spannende Einblicke in die Thematik „Konfliktsituationen – wie bringe ich Bewegung in festgefahrene Strukturen, ohne die juristische Rolle oder Sachorientierung aufzugeben?“. Daran schloss sich der Workshop „Von der Sackgasse zur Lösung - mediative Werkzeuge für den DRK-Alltag“ an, der inhaltlich und methodisch auf den Impulsvortrag abgestimmt war. 

Die nächste Tagung der Justitiare und Konventionsbeauftragten des DRK in Westfalen-Lippe findet am Samstag, den 6. März 2027 statt.  i+t

DRK Borken hat Plattform „DRK-Lifelonglearning“ zum Tag der Bildung gestartet
Foto: KV Borken

Bildung und Lernen enden nicht mit dem Schulabschluss; sie begleiten uns ein Leben lang. Genau diesen Gedanken rückt das Rote Kreuz im Kreis Borken jetzt in den Mittelpunkt: Am  24. Januar, dem internationalen Tag der Bildung, geht die neue Bildungsplattform „DRK-Lifelong Learning“ offiziell an den Start. Sie bündelt erstmals alle Bildungsangebote des Roten Kreuzes im Kreis Borken unter einem Dach – modern, digital und zukunftsorientiert.

„Mit DRK-Lifelong Learning schaffen wir einen Ort, an dem Lernen so flexibel ist wie das Leben selbst“, sagt Iris Schlautmann, Bereichsleiterin Bildung beim Roten Kreuz im Kreis Borken. „Egal ob jüngere oder ältere Menschen, Berufstätige, Unternehmen oder soziale Einrichtungen, wir möchten Menschen in jeder Lebensphase begleiten und stärken.“

Unter der neuen Plattform vereinen sich das DRK-Bildungsinstitut, die DRK-Pflegeschule, die DRK-Rettungsdienstschule, das Ausbildungszentrum für Gefahrenabwehr und der Familienunterstützende Dienst (FuD). Insgesamt stehen mehr als 500 Lernangebote und Kurse aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Pflege, Erste Hilfe, Rettungsdienst und Management zur Auswahl. Das ganzheitliche Bildungsangebot reicht von frühkindlicher Bildung über Aus- und Weiterbildung bis hin zur persönlichen und beruflichen Entwicklung.

Ein besonderer Fokus liegt auf digitalen Lernformaten: E-Learnings, Webinare sowie hybride Angebote ergänzen bewährte Präsenzkurse. „Lernen muss heute in den Alltag passen“, erklärt Dr. Cornelius Rack, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Borken. „Unsere digitalen Angebote ermöglichen genau das: ortsunabhängig, praxisnah und sofort anwendbar.“

Über 30 Jahre Erfahrung

Das DRK-Bildungsinstitut im Kreis Borken ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil der regionalen Bildungslandschaft. Was 1992 begann, entwickelt sich nun konsequent weiter. „Wir sind regional verwurzelt, denken Bildung aber neu“, so Rack. „DRK-Lifelong Learning steht für Professionalität, Menschlichkeit und Chancengerechtigkeit. Diese Werte sind gerade wichtiger denn je.“

„Bildung ist der Schlüssel zu einer selbstbestimmten Zukunft für den Einzelnen und für unsere Gesellschaft“, fasst Iris Schlautmann zusammen. „Mit DRK-Lifelong Learning laden wir alle ein, neugierig zu bleiben und neue Lernwege zu entdecken.“

Weitere Informationen und das vollständige Kursangebot finden Interessierte unter (externer Link): www.drk-lifelong-learning.deKV Borken / i+t 

Rettungshundeeinheit: Erfolgreiche Spendensammlung für neues Fahrzeug
Foto: Judith Horstklaas / OV Verl

Die Rettungshundeeinheit des DRK im Ortsverein Verl benötigt dringend ein neues Kommando- und Einsatzfahrzeug. Der bisherige fahrbare Untersatz ist inzwischen 17 Jahre alt, weist entsprechenden Verschleiß auf, und die Kosten für notwendige Reparaturen würden den Restwert des Autos deutlich übersteigen. Auch der neue Wagen soll für die Suche der Rettungshundeeinheit nach vermissten Personen, aber auch im Rahmen von DRK-Einsätzen bei größeren Schadenslagen und Sanitätsdiensten im Kreis Gütersloh eingesetzt werden. Die Gesamtkosten betragen rund 120 000 Euro. Davon werden etwa

80 000 Euro für das Trägerfahrzeug fällig sowie rund 40 000 Euro für die Ausstattung, zum Beispiel mit einer Sondersignalanlage, Hundeboxen, Monitoren und Digitalfunk. 

„Dank mehrerer Aktionen und bisher erhaltener Spenden haben wir bereits knapp zweidrittel der Summe zusammenbekommen“, berichtet Judith Horstklaas, stellvertretende Kreisrotkreuzleiterin des DRK-Kreisverbandes Gütersloh und im DRK-Ortsverein Verl Ansprechpartnerin für die Rettungshundearbeit. Dazu gehörten der Verkauf von Waffeln, Spendensammlungen über Betterplace und den PayPal-Spenden-Button, der Auftritt bei der Range Party eines Golf Clubs , Anschreiben an örtliche Unternehmen, der Aufruf über Radio Gütersloh, Spenden aus der Bevölkerung und vom Rotary-Club Gütersloh-Verl sowie Zuwendungen von Kommunen und Stiftungen.

Die ehrenamtlich tätige Rettungshundeeinheit des DRK-Ortsvereins Verl wird rund einhundert Mal im Jahr von Polizei und Leitstelle des Kreises Gütersloh angefragt. Die eingesetzten Hunde befinden sich im privaten Besitz der jeweiligen Hundeführerinnen und Hundeführer, die sie in ihrer Freizeit unter fachlicher Anleitung ausbilden. . i+t

Nachrichten Seite 16

Erste „Schule mit Biss“ im Kreis Unna: Auszeichnung für DRK-Kinderhort in Schwerte
Fachbereichsleiterin Carina Ewens, Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst des Kreises Unna und Dezernent Sven Brüggenhorst haben Hort-Leiterin Heike Vogt und Nadine Deiters, Fachbereichsleitung DRK-Kitas, die Zertifizierung “Schule mit Biss” überreicht und sich gleich ein Bild davon gemacht, was die Kinder in den vergangenen Monaten gelernt haben. Foto: KV Unna

Fachbereichsleiterin Carina Ewens, Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst des Kreises Unna und Dezernent Sven Brüggenhorst haben Hort-Leiterin Heike Vogt und Nadine Deiters, Fachbereichsleitung DRK-Kitas, die Zertifizierung “Schule mit Biss” überreicht und sich gleich ein Bild davon gemacht, was die Kinder in den vergangenen Monaten gelernt haben.

Der DRK‑Kinderhort „Am Wuckenhof“ in Schwerte ist die erste Einrichtung im Kreis Unna, die mit dem Zertifikat „Schule mit Biss“ ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung wurde am Donnerstag, 29. Januar, durch Dezernent Sven Brüggenhorst, Fachbereichsleiterin Carina Ewens und Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst überreicht.

Der Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Unna hatte das Präventionsprogramm „Schule mit Biss“ im Jahr 2025 vorgestellt. Es wird von Landrat Mario Löhr als Schirmherr unterstützt. Ausgezeichnet werden Schulen und Einrichtungen, die sich in besonderer Weise für die Zahngesundheit und eine ausgewogene Ernährung der ihnen anvertrauten jungen Menschen engagieren. 

Der DRK‑Kinderhort setzt die Kriterien des Programms seit rund einem halben Jahr mit großem Engagement um. Ziel von „Schule mit Biss“ ist eine ganzheitliche und präventive Gesundheitsbildung, die Kinder darin stärkt, Verantwortung für ihren eigenen Körper zu übernehmen. Dazu gehören regelmäßiges Zähneputzen, der bewusste Umgang mit zuckerfreien Getränken sowie eine ausgewogene Mittagsverpflegung. 

Die Handlungsleitlinien des Programms werden im DRK‑Kinderhort vorbildlich umgesetzt: Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren putzen nach dem Mittagessen regelmäßig ihre Zähne, erhalten eine abwechslungsreiche und zahngesunde Verpflegung und lernen, warum Ernährung und Zahngesundheit zusammengehören. Gesundheitsförderung ist fest im pädagogischen Alltag verankert. 

Unterstützt wird die Einrichtung durch Johanna Bartosch vom Zahnärztlichen Dienst des Fachbereichs Gesundheit des Kreises Unna. Sie begleitet das Team seit Beginn der Osterferien 2025 bei der Umsetzung der Maßnahmen, berät die pädagogischen Fachkräfte und führt regelmäßige Orientierungsgespräche sowie Motivationsbesuche zur Verbesserung der Zahnputztechnik durch. 

Wer Interesse an der Zertifizierung „Schule mit Biss“ hat, kann sich bei Johanna Bartosch per Mail an johanna.bartosch(at)kreis-unna(dot)de melden und erhält alle notwendigen Informationen. Weiteres Infomaterial gibt auch auf www.schule-mit-biss.de (externer Link).

Dank nach lebensrettendem Einsatz beim DFB-Pokalspiel in Paderborn
v.li.) Martin Hornberger (Geschäftsführer SC Paderborn 07), Timotheus Schnietz (Rettungshelfer, DRK Salzkotten), Benjamin Hänsch (Rettungssanitäter und Notfallsanitäter in Ausbildung, DRK Salzkotten), Andre Mohnert (Notfallsanitäter und Praxisanleiter, DRK Salzkotten), Guido Eming, Keno Peters (Rettungssanitäter, DRK Salzkotten), Frederike Frohne (Notfallsanitäterin und Medizinstudentin, DRK Schloß Neuhaus), Denis
Feldmann (Notfallsanitäter, Praxisanleiter und Leitstellendisponent, DRK Schloß Neuhaus); Foto: Patrick Hilgers / DRK Schloß Neuhaus

Beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SC Paderborn 07 und Bayer Leverkusen am 29. Oktober 2025 erlitt Zuschauer Guido Eming aus Salzkotten in der Home Deluxe Arena plötzlich auftretende, ernsthafte gesundheitliche Probleme. Dank des schnellen Handelns eines bislang unbekannten Ersthelfers sowie der anschließenden professionellen medizinischen Versorgung durch die eingesetzten ehrenamtlichen Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes konnte der Patient stabilisiert, behandelt und sein Leben gerettet werden.

Kurz vor Weihnachten hat sich der inzwischen genesene Zuschauer öffentlich bei allen Beteiligten bedankt. „Ich weiß, dass ich heute nur noch hier bin, weil sofort geholfen wurde“, schildert Guido Eming rückblickend. Sein besonderer Dank gilt einem Ersthelfer aus dem Publikum, der die lebensbedrohliche Situation frühzeitig erkannte, umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen einleitete und den Patienten bis zum Eintreffen des Sanitätsdienstes betreute. Dieses entschlossene Eingreifen war entscheidend für den weiteren Verlauf. Guido Eming bittet den unbekannten Ersthelfer, sich beim SC Paderborn 07 oder beim Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Schloß Neuhaus e.V. zu melden. Auf Wunsch wird der Kontakt gerne vermittelt. „Ich würde mich sehr freuen, mich persönlich bedanken zu können“, so der Gerettete.

Der Sanitätswachdienst in der Home Deluxe Arena wird unter anderem bei jedem Heimspiel des SC Paderborn 07 vom DRK-Ortsverein Schloß Neuhaus e. V. gestellt. Je nach Veranstaltung sind dort bis zu 25 und mehr ehrenamtliche Einsatzkräfte im Einsatz. Der aktuelle Fall verdeutlicht, wie wichtig Erste-Hilfe-Wissen – insbesondere bei einem möglichen Herzinfarkt – ist. Typische Warnzeichen sind anhaltende Brustschmerzen, Enge- oder Druckgefühl in der Brust, Atemnot, ausstrahlende Schmerzen in Arm, Rücken, Schulter, Kiefer in Kombination mit Übelkeit, kalten Schweiß oder plötzliches starkes Unwohlsein. In solchen Situationen gilt: Sofort den Notruf 112 wählen.

Ebenso hebt der Vorfall die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Deutschen Roten Kreuz hervor. Viele Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen sowie Einsätze im Alltag und im Katastrophenschutz wären ohne freiwillige Helferinnen und Helfer nicht möglich. Der DRK-Ortsverein Schloß Neuhaus bedankt sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem SC Paderborn 07. Klare Abläufe, professionelle Organisation und die enge Abstimmung zwischen Verein, Sicherheits- und Ordnungsdienst, Sanitätsdienst und Rettungsdienst trugen maßgeblich dazu bei, dass der medizinische Notfall schnell erkannt, optimal versorgt und anschließend im Krankenhaus erfolgreich behandelt werden konnte. Der Dank des Patienten richtet sich daher an alle, die bereit sind zu helfen – ob ehrenamtlich, hauptberuflich oder als couragierte Ersthelfer. Erste Hilfe, Engagement und gute Zusammenarbeit retten Leben – im Stadion und im Alltag. DRK Schloß Neuhaus

Oberkante Kellertreppe

Wasser, das in den Keller des DRK-Kleidershops ‘Sitzt & Passt‘ in Castrop-Rauxel drückte, bedrohte im vergangenen Jahr mehrmals hunderte Kleiderspenden und Requisiten. Das Team, das tatkräftig anpackte, und lokaler Unternehmergeist, der beherzt unterstützte, bewiesen gepaart mit einer guten Portion Humor, dass aus dem „Pool im Untergeschoss“ auch etwas Gutes erwachsen konnte.

Sabrina Lankers, Kleidershop-Verantwortliche des Kreisverbands Recklinghausen, hat ihre gute Laune über den Ärger, den das Wasser verursacht hat, nicht verloren – auch wenn das Kapitel noch nicht abgeschlossen ist: Man riecht die Feuchtigkeit im Keller, die Trockner laufen, Teile des Untergeschosses sind unbenutzbar. 

Das Team in der Mühlenstraße hatte Glück im Unglück: „Im Keller ist unsere wichtigste Ressource gelagert: die gespendete Kleidung. Zum Glück steht ein Teil der Kartons auf Regalböden. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn uns alle Jacken und Hosen weggeschwommen wären!“, fasst sie die Situation zusammen und prüft die Feuchtigkeit der hinteren Wand, durch die das Wasser in den Keller drückte und schließlich zentimeterhoch im Lager stand. Die Kleidersäcke, die auf dem Boden standen, hätten das Wasser zumindest ein wenig abgehalten. 

Das schnelle und beherzte Eingreifen ihres Teams sorgte dafür, dass der Schaden an der Ware nicht noch größer wurde. „Ich bin sehr froh, dass ich auf meine Ehrenamtlichen zählen kann“, sagt Lankers dankbar. „Alle haben mitgedacht, mitangepackt. Und auch die Nachbarn haben Verständnis.“ Dass zum Beispiel die raren Parkplätze am Haus hin und wieder von Fachfirmen okkupiert würden, sei kein Problem. 

Auch von außerhalb kam schnell und unkompliziert Unterstützung. „Wir mussten zügig Ware umschichten und umlagern und brauchten dafür Umzugskartons. Der Geschäftsführer Thomas Salewski von der Firma Impuls FairPackung hier aus Castrop-Rauxel sagte sofortige Hilfe zu und spendete dem Shop 50 Umzugskartons. Das war wirklich eine tolle Aktion“, erinnert sich Lankers mit Dankbarkeit. 

Sie freut sich über den Zusammenhalt in der Community, der sich auch in der Unterstützung der Kundschaft zeigt: „Unsere Kundinnen und Kunden kommen nach wie vor gern. Zum Glück hält sich der feuchte Geruch im Keller und dringt nicht bis in den Verkaufsraum. Das wäre eindeutig nicht einladend“, so Lankers. „Ein Gesprächsthema haben wir besonders mit den Stammkunden seit dem Wasserschaden auf jeden Fall immer“, schmunzelt sie. „Und? Wie sieht es unten aus?“, sei inzwischen eine Standardfrage. Wer genau die Bade-Ente ins Spiel brachte, die auf einem Sims hinter der Kasse sitzt, weiß niemand mehr so genau. Lankers nimmt das quietschfarbene Gummitier in die Hand. „Wenn man auf eine starke Gemeinschaft vertrauen kann, kann man einiges mit Humor nehmen. Wir halten zusammen!“ Dr. Anne Scharff / KV Recklinghausen

DRK-Kinderklinik Siegen bekämpft erfolgreich Langeweile am Krankenbett
Seit einem Jahr sorgt Christina Dilgert mit dem „Mobilen Spieleangebot“ der DRK-Kinderklinik Siegen für Abwechslung, Entlastung und kleine Lichtblicke im Alltag der jungen Patienten. Foto: DRK-Kinderklinik Siegen

Seit gut einem Jahr sorgt das „Mobile Spieleangebot“ der DRK-Kinderklinik Siegen für Abwechslung, Entlastung und kleine Lichtblicke im Alltag der jungen Patientinnen und Patienten. Was ursprünglich als Idee aus der Pflege entstand und durch die große Spendenbereitschaft zahlreicher Firmen, Vereine und Organisationen umgesetzt werden konnte, hat sich inzwischen fest auf den Stationen etabliert. Dreimal pro Woche ist Christina Dilgert, gelernte Erzieherin und gebürtig aus der Region, mit ihren liebevoll ausgestatteten mobilen Spielwagen im Einsatz. Gerade für Kinder, die aufgrund ihrer Erkrankung ans Bett gebunden sind und die vorhandenen Spieleecken nicht besuchen können, bedeutet ihr Besuch eine wichtige Abwechslung. 

„Viele der kleinen Mädchen und Jungen können unsere Spieleecken nicht besuchen. Dann wird es schon nach kurzer Zeit gähnend langweilig“, erklärt die 33-Jährige. „Mit den mobilen Wagen kann ich direkt ans Bett kommen – vorlesen, basteln, spielen oder einfach Geschichten erzählen. Für diese kurzen Momente gerät die Krankheit ein Stück weit in den Hintergrund.“ Die Wagen sind mit Mal- und Bastelmaterialien, Spielen, Büchern und vielen weiteren Dingen ausgestattet, die Freude und Ablenkung ermöglichen und gleichzeitig Eltern entlasten, die bei jüngeren Kindern in der Regel mit aufgenommen werden. Die Idee für ein mobiles Spieleangebot entstand während der Corona-Pandemie, als gewohnte Angebote wie das Spielezimmer plötzlich nicht mehr möglich waren. Gruppenaktivitäten mussten entfallen, um das Infektionsrisiko zu minimieren – für die Kinder ein großer Verlust. „Wir wollten eine Lösung schaffen, die auch in herausfordernden Zeiten funktioniert“, erinnert sich die stellvertretende Pflegedirektorin Corinna Lemberg. „Die Kinder dürfen nicht diejenigen sein, die am Ende am meisten verzichten müssen.“ Um die Anschaffung der Wagen und die Finanzierung einer pädagogischen Fachkraft zu ermöglichen, war die Klinik vollständig auf Spenden angewiesen, denn Fördermittel von Land oder Bund standen für ein derartiges Projekt nicht zur Verfügung. Rund 110.000 Euro wurden benötigt, um das Angebot über drei Jahre zu finanzieren – eine Summe, die dank der Unterstützung der Region schnell zusammenkam. 

Von Beginn an war vorgesehen, das Mobile Spieleangebot durch ehrenamtliche „gute Feen“ zu ergänzen, die bereit sind, ein- bis zweimal pro Woche ein paar Stunden zu schenken, um kranken Kindern vorzulesen, mit ihnen zu spielen oder Geschichten zu erzählen. Auch ein Jahr nach dem Start wird diese Unterstützung weiterhin dringend gesucht. Interessierte können sich bei der stellvertretenden Pflegedirektorin Corinna Lemberg unter der Tele-fonnummer 0271-2345-642 oder per E-Mail an christina.dilgert@drk-kinder-klinik.de melden. „Die Rückmeldungen von Kindern, Eltern, Ehrenamtlern und dem Behandlungsteam zeigen, welche Bedeutung das Angebot innerhalb kurzer Zeit gewonnen hat – ein Gewinn für alle“, ist sich Corinna Lemberg sicher. „Für viele kleine Patientinnen und Patienten ist der Besuch von Christina Dilgert ein Höhepunkt des Tages, und auch Mitarbeitende betonen den positiven Einfluss auf das Stationsklima. Das Mobile Spieleangebot ist zu einem wichtigen Baustein für eine kindgerechte Versorgung geworden. Wir freuen uns sehr über den Erfolg des ersten Jahres – und hoffen, dass uns auch weiterhin viele Menschen unterstützen, damit dieses wertvolle Angebot dauerhaft bestehen bleiben kann.“  DRK-Kinderklinik Siegen / i+t

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Juni 2026

Nachrichten Seite 8

52. Tagung zum humanitären Völkerrecht in Münster
Die Teilnehmenden der Tagung mit (v.li.) Christian Kamp (Leiter Suchdienst / Referent Verbreitungsarbeit, DRK-LV Westfalen-Lippe), Stephan Hackert (Leiter des Referates für Juristenausbildung, NRW-Justizministerium), Dr. Alexander Schröder-Frerkes (Präsident DRK LV Nordrhein), Dr. Hasan Sürgit (Vorstand DRK LV Westfalen-Lippe), Michael Sieland (Landeskonventionsbeauftragter DRK LV Nordrhein), Jakob Forini LL.M. (Referent Internationales Recht, DRK-Generalsekretariat) und Dr. Hilde Heij (Referatsleiterin Suchdienst / Verbreitungsarbeit, DRK LV Nordrhein); Foto: Jonas Westermeyer / LV WL

Das Humanitäre Völkerrecht von heute und morgen

Die 52. Tagung zum humanitären Völkerrecht für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare am 20. und 21. April 2026 im DRK-Tagungshotel Münster widmete sich dem Thema „Das Humanitäre Völkerrecht von heute und morgen“. Die zweitägige Veranstaltung wurde auch in diesem Jahr von den DRK-Landesverbänden Nordrhein und Westfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum und dem Landesjustizprüfungsamt im NRW-Justizministerium organisiert.

Zu Beginn der Tagung begrüßte der Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Fritz Baur, insbesondere die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes im NRW-Innenministerium, Christina Halstenberg-Bornhofen. „Die Justizverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt unsere Tagung, die wir gemeinsam mit dem DRK-Landesverband Nordrhein durchführen, bereits seit vielen Jahren“, sagte Baur. „Als Rotes Kreuz erscheint es uns in besonderer Weise wichtig, dass die künftigen Entscheidungsträger aus Verwaltung und Justiz nicht nur mit den Regelungen des humanitären Völkerrechtes vertraut sind, sondern ebenso mit den sich aus den Rotkreuz-Grundsätzen ergebenden Maximen für das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen“, so der DRK-Landesverbandspräsident.

Die Referentinnen und Referenten trugen zu hochaktuellen Themen vor: „Humanitäres Völkerrecht – Bedeutung in aktuellen bewaffneten Konflikten?“ (Dr. Heike Spieker, Bereichsleitung Nationale Hilfsgesellschaft, DRK-Generalsekretariat), „Aus der Praxis des humanitären Völkerrechts“ (Regierungsdirektor Wolfgang Haager, Rechtsdozent an der Zentralen Ausbildungseinrichtung für die Rechtspflege der Bundeswehr beim Zentrum Innere Führung), „Stärkung des humanitären Völkerrechts – Rolle und Potential von Nationalen HVR-Komitees“ (Jakob Forini LL.M., Referent Internationales Recht, DRK-Generalsekretariat), „Gerechte Kriege? Zur Zulässigkeit zwischenstaatlicher Gewalt“ (Rouven Diekjobst, MJur, (IFHV), „Die Neutralität: Hindernis oder Chance in der humanitären Hilfe“ (Michael Sieland, Landeskonventionsbeauftragter des DRK-Landesverbandes Nordrhein / Delegierter des DRK-Generalsekretariats beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz), „Das Völkerstrafrecht und der bewaffnete Konflikt“ (Jannik Neumann, IFHV).

Ein wichtiger Programmpunkt war in auch in diesem Jahr der Moot Court. Dabei handelt es sich um eine simulierte Gerichtsverhandlung im Rahmen der juristischen Aus- und Weiterbildung, bei dem die Teilnehmer in die Rolle von Anwälten schlüpfen. Bei der Tagung in Münster hatten sie einen fiktiven Fall zu verhandeln, bei dem es um komplexe Fragen des humanitären Völkerrechts ging, und der den Jurastudenten und Nachwuchsanwälten eine praxisnahe Gelegenheit bot, ihre juristischen Fähigkeiten zu erproben. i+t

„Perspektivwechsel“: Aktionsreihe in Bielefeld setzt auf Begegnung und Menschenwürde
Bei der Ausstellungseröffnung „Escaping Death“: (v.li.) Julia Engels (kefb Ostwestfalen), Karin Boye Toledo (AWO Frauenhaus), Susanne Kochannek (CityKloster), Bärbel Lödige (CityKloster), Cihad Kefeli (Vorsitzender Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration), Ingo Nürnberger (Dezernent für Soziales und Integration), Miriam Welz (Zweite Bürgermeisterin), Jennifer Kubatzki (DRK Stadtteilmütter und Rütli) und Felix Kleymann (Fotojournalist); Foto: KV Bielefeld

Die Aktionsreihe „Perspektivwechsel – Flucht, Begegnung & Menschenwürde“ verwandelte die Bielefelder Altstadt vom 13. bis zum 18. April in einen offenen Raum für Austausch, Zuhören und neue Sichtweisen. Die eindrucksvolle Fotoausstellung „Escaping Death“ von Felix Kleymann sowie zahlreiche Begegnungs- und Mitmachangebote machten Fluchtgeschichten sichtbar und Menschenwürde erlebbar. Eine Woche, die zeigte, wie wichtig persönliche Begegnungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt sind.

Zentraler Bestandteil der Aktionsreihe im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus waren die eindrucksvollen großformatigen Fotografien von Felix Kleymann. Die Bilder rückten individuelle Fluchtgeschichten in den Fokus und machten das oft abstrakte Thema Migration unmittelbar erfahrbar. Die Ausstellung bildete den inhaltlichen Rahmen der gesamten Woche und war zugleich Ausgangspunkt für Gespräche, Begegnungen und weiterführende Programmpunkte.

Bei der Ausstellungseröffnung hob Miriam Welz, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bielefeld, insbesondere die Bedeutung des Veranstaltungsortes hervor: 

„Dieser zentrale Platz in der Altstadt direkt in der Nachbarschaft zur Kirche ist für einen Perspektivwechsel gut geeignet. Menschenwürde als demokratischer Wert wird mitten in der Gesellschaft nach vorn gestellt.“ Die Ausstellung verstehe sie zudem als offenen Begegnungsraum, der dazu einlade, sich auf andere Lebensrealitäten einzulassen und Geflüchteten sichtbar einen Platz in der Gesellschaft zuzugestehen.

Auch Ingo Nürnberger, Erster Beigeordneter und Dezernent für Soziales und Integration der Stadt Bielefeld, betonte bei der Eröffnung die Aktualität des Themas. Zwar liege das Jahr 2015, in dem rund 3.400 Geflüchtete in Bielefeld aufgenommen wurden, bereits einige Zeit zurück, Migration bleibe jedoch weiterhin ein zentrales gesellschaftliches Thema. Die Ausstellung eröffne die Chance, die Perspektive der Geflüchteten einzunehmen und ihr Leid sichtbar zu machen. Zugleich würdigte Nürnberger das Engagement der Stadtgesellschaft und die Integrationsleistung der Zugewanderten, die heute zum Wohlstand und Zusammenhalt in Bielefeld beitrügen. 

Besonders wertvoll für viele Besucherinnen und Besucher war die Anwesenheit von Fotograf Felix Kleymann. Über die Vernissage hinaus begleitete er die Aktionsreihe auch an den Folgetagen und kam direkt an seinen Bildern mit Interessierten ins Gespräch. Dadurch erhielten viele einen vertieften Einblick in die Geschichten hinter den Fotografien und konnten Fragen stellen, die im klassischen Ausstellungsbetrieb oft keinen Raum finden. 

Neben der Ausstellung prägten zahlreiche niedrigschwellige Angebote die Woche. Kurze Sprachimpulse ermöglichten es, sich in fremde sprachliche Situationen einzufühlen, persönliche Fluchtgeschichten schufen emotionale Nähe und authentische Zugänge. Kreative Aktionen wie das Gestalten und Brennen von sogenannten „Würdetäfelchen“, begleitet von den Bielefelder Königskindern, setzten sichtbare Zeichen für Respekt, Vielfalt und Menschenwürde. 

Die Aktionsreihe war zugleich ein gelungenes Beispiel für die Stärke städtischer Zusammenarbeit. Veranstaltet wurde „Perspektivwechsel“ vom CityKloster Bielefeld, dem DRK Stadtteilmütter und Rütli, dem AWO Frauenhaus, der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung sowie der Altstädter Nikolaigemeinde. Das enge Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Akteure trug maßgeblich zum Erfolg der Woche bei. 

Die Veranstalterinnen ziehen ein durchweg positives Fazit: Die Aktionswoche habe gezeigt, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt dort entsteht, wo Menschen einander begegnen, zuhören und bereit sind, den eigenen Blick zu hinterfragen. Ihr Dank gilt allen Beteiligten, Mitwirkenden und Besucherinnen und Besuchern, die diese besondere Woche des Austauschs und der Menschlichkeit möglich gemacht haben. KV Bielefeld

Projekt „DRK-Schwimmheldinnen und -helden“ in der DRK-Kita Fifikus Altenberge gestartet
(v.li.) Ulrich Winter(Sachgebietsleitung Kita, Mitglied der Geschäftsführung DRK KV Steinfurt), Miriam Watson (unterstützt die Kita als ehrenamtliche Schwimmausbilderin), Julian Harbich (Erzieher Kita Fifikus, Schwimmausbilder mit DLRG Schein), Nadine Hesselmann (Leitung DRK Kita Fifikus) , Anne Braun (Bildungsreferentin DRK-Landesverband Westfalen Lippe), Peter Alsbach (Leitung Fachbereich Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz DRK-Landesverband Westfalen Lippe, Projektleitung Schwimmheld*innen); Foto: Annelene Warnecke / KV Steinfurt

Eine große Kiste hat an diesem Vormittag im April ihren Weg in die DRK-Kita Fifikus in Altenberge gefunden. Deckel auf, kurzer Blick hinein: Poolnudeln, Tauchringe, Schwimmbretter, Wasserspielzeug. Dazu Bücher über Wassergewöhnung und erste Übungen im Wasser. Die hochwertigen Materialien gehören zum Projekt „DRK- Schwimmheldinnen und -helden“. Dahinter stehen der DRK Landesverband Westfalen-Lippe und der Verein DVAG hilft. Im DRK-Kreisverband Steinfurt wird das Programm jetzt vor Ort umgesetzt. 

Die DRK-Kita Fifikus in Altenberge ist eine der ersten Einrichtungen, die im Kreis Steinfurt einsteigt. Dass es solche Programme braucht, wird in Gesprächen an diesem Tag schnell deutlich. Peter Alsbach, der beim DRK-Landesverband den Fachbereich Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz und das Schwimmheld*innen-Projekt leitet, beschreibt die Suche nach Wasserzeiten als zermürbend. Schwimmbäder seien ausgelastet, Anfragen liefen oft ins Leere. „Schwimmzeiten sind wie Gold“, habe sie zuletzt am Telefon gehört, bevor das Gespräch beendet wurde, berichtet seine Kollegin Anne Bruns.

Gleichzeitig wächst der Bedarf, denn immer mehr Kinder erreichen das Grundschulalter, ohne sicher schwimmen zu können. Studien sprechen davon, dass rund jedes fünfte Kind zwischen sechs und zehn Jahren Nichtschwimmer ist. Mehr als die Hälfte bewegt sich unsicher im Wasser. Besonders betroffen sind Kinder, die ohnehin mit weniger Zugängen zu Freizeit- und Bildungsangeboten aufwachsen.

Das Projekt setzt deshalb früher an und schafft die notwendigen Strukturen, die nötig sind, um Kindern Schwimmerfahrungen zu ermöglichen. Menschen vor Ort sollen qualifiziert werden, um Kinder beim Einstieg ins Wasser zu begleiten. Anne Bruns vom DRK- Landesverband Westfalen-Lippe bildet dafür neue Schwimmausbilderinnen und Schwimmausbilder aus. Eine von ihnen ist Miriam Watson, die sich ehrenamtlich engagiert und künftig die Arbeit in der Kita unterstützen wird.

Auch für die Problematik mit den Schwimmzeiten bietet das Projekt eine Lösung. Geplant ist der Aufbau eines speziell angefertigten mobilen Schwimmcontainers auf dem Gelände, der 2027 zur Verfügung stehen wird. Solche Anlagen sind aufwändig umgebaute Seecontainer mit integriertem Becken, Technik, Umkleiden und Wasseraufbereitung – genau auf die Anforderungen eines solchen Projektes zugeschnitten. Der Container soll dort eingesetzt werden, wo Hallenbadzeiten fehlen oder gar keine Wasserflächen vorhanden sind. Ziel ist es, Schwimmen dorthin zu bringen, wo Kinder sind, ohne lange Wege und ohne Abhängigkeit von knappen Kapazitäten. Statt auf freie Zeiten im Schwimmbad zu warten, können Angebote so künftig vor Ort stattfinden.

Julian Harbich, Erzieher in der Kita Fifikus und ausgebildeter Schwimmausbilder mit DLRG-Lehrschein, gibt sein Wissen innerhalb der Kita weiter. Zwei Kolleginnen absolvieren aktuell eine Ausbildung zur Rettungsschwimmerin. Für die Kita-Leiterin Nadine Hesselmann ist das ein wichtiger Schritt, um das Thema langfristig im Alltag zu verankern. Annelene Warnecke / i+t

DRK Detmold ins „SofHi-Jahr“ gestartet
Übergabe des SofHi-Staffelstabs im Schloss Detmold: (v.li.) Klaus Jürgen Wolf (Vorstand DRK-Kreisverband Lippe), Frank Hilker (Bürgermeister Stadt Detmold), Dr. Martin Horchler (Vorstand DRK Kreisverband Siegen-Wittgenstein), Maria Prinzessin zur Lippe (Vorsitzende DRK-Ortsverein Detmold), Nilgün Özel (Vizepräsidentin DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V.), Marion Leimann-Freyling (Geschäftsführerin DRK-Ortsverein Detmold), Christina Haberbeck (Unternehmerin), Rita Güttler (zweite Vorsitzende DRK-Ortsverein Detmold), Jörg Therolf (Schatzmeister DRK- Ortsverein Detmold), Ulrike Glatte (Kreisverwaltung Detmold); Foto: Nilgün Özel / LV WL

Am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag übergab der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein, Dr. Martin Horchler, den Staffelstab für den SofHi-Fonds (Soforthilfe für benachteiligte Kinder) an die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Detmold, Maria Prinzessin zur Lippe. Vor zehn Jahren, im Jahr 2016, hat die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Nilgün Özel, gemeinsam mit Prinzessin zur Lippe die Idee zum Fonds „Soforthilfe für benachteiligte Kinder“ entwickelt.  Mit Mitteln des Fonds werden Projekte für Kinder unbürokratisch und schnell gefördert, zum Beispiel Schwimmkurse, Sprachförderungskurse, Musik- und Theaterprojekte. 

Das SofHi-Konzept sieht vor, dass die 37 Kreisverbände des Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe im jährlichen Wechsel SofHi-Benefizveranstaltungen organisieren. Der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein präsentierte eine beeindruckende Bilanz seines SofHi-Jahres. Bei etlichen Veranstaltungen haben die Siegener Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler Spenden für SofHi gesammelt, zum Beispiel beim Open-Saturday für Familien im Sportpark Siegerland, beim Stadtfest in Siegen, bei einer Aktion im Interkulturellen Mehrgenerationentreffpunkt Bad Berleburg, beim Katastrophenschutztag NRW in Siegen, oder auf dem Siegener Weihnachtsmarkt. „Besonders freut uns, dass unser Klassenzimmer-Theaterstück „Staying Alive“, das vom Siegener Apollo Theater eigens für das DRK konzipiert und geschrieben wurde, im Laufe des SofHi-Jahres entwickeln werden konnte“, so Vorstand Dr. Martin Horchler. „In diesem Stück werden gesellschaftlich relevante Werte wie Toleranz, Akzeptanz und Empathie vermittelt. Es gibt Schüler*innen zudem Einblicke in die spannende berufliche Tätigkeit beim DRK und wirbt für ehrenamtliches Engagement.“

Die nächste große SofHi-Benefizaktion plant nun der DRK-Ortsverein Detmold: In Zusammenarbeit mit dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe veranstaltet er ein „Red & White Dinner“ mit Amerikanischer Versteigerung am 5. September 2026 von 18:00 bis 23:00 Uhr vor dem Fürstlichen Residenzschloss Detmold. Die Teilnehmenden unterstützen mit dem Eintritt von 20 Euro den SofHi-Fonds.

Kartenvorverkauf per Mail: info(at)drk-sofhi(dot)de , im Museumshop Schloss Detmold und in der Boutique Uhlala, Am kleinen Marktplatz, Detmold. i+t

Nachrichten Seite 16

Martin Hornberger: DRK ist eine sehr gute Adresse für potenzielle Ehrenamtliche
Beim Schützenfest in Schloß Neuhaus: (v.li.) der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Paderborn Robert Siemensmeier, die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe Nilgün Özel, der Geschäftsführer des SC Paderborn Martin Hornberger und der Oberst im Bürger-Schützenverein Schloß Neuhaus und Schützenkönig 2025/2026 Markus Cink; Foto: DRK-Landesverband Westfalen-Lippe

Der Geschäftsführer des SC Paderborn begleitete DRK-Ehrenamtliche beim Sanitätsdienst auf dem Schützenfest in Schloß Neuhaus und bei der Blutspende in der Home Deluxe Arena

Viele Menschen, die Martin Homberger am Montag, 8. Juni 2026, begegneten, sprachen ihn auf seine neue „Mannschaftskleidung“ an. In DRK-Einsatzbekleidung begleitete der Geschäftsführer des kürzlich wieder in die Fußball-Bundesliga aufgestiegenen SC Paderborn Ehrenamtliche des Roten Kreuzes beim Sanitätswachdienst während des Schützenfestes in Paderborn Schloß Neuhaus. Dabei erklärten ihm die Einsatzkräfte des DRK-Ortsvereins Schloß Neuhaus die Aufgaben, die ein Sanitätsdienst bei einer solchen Großveranstaltung mit sich bringt.

„Martin Hornbergers Outfit sorgte für viele positive Kommentare und interessierte Nachfragen, ob er wirklich für das DRK tätig sei“, berichtete Nilgün Özel, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe und seit vielen Jahren in Paderborn zu Hause. Die Antwort: Martin Hornberger wollte im Rahmen der „DRK-Ehrenamtschallenge“ den Alltag von DRK-Ehrenamtlichen an der Basis – in diesem Fall während eines Sanitätswachdienstes und eines Blutspendetermins – kennenlernen.

Dementsprechend ging es nach dem Termin beim Schützenfest auf direktem Wege zum Spendetermin des DRK-Blutspendedienstes West in der Home Deluxe Arena, dem Stadion des SC Paderborn.  

„Bei der Blutspendenaktion im Stadion gab es einen neuen Rekord“, so Nilgün Özel. „Es lagen über 200 Anmeldungen vor, und es kamen auch noch unangemeldete Spender.“ 
Vor dem Beginn der Blutspende gab Martin Hornberger den Helferinnen des Blutspende-Teams eine kleine Führung durch das Stadion. Danach hat er sich die Abläufe einer Blutspende erklären lassen und es sich nicht nehmen lassen mitzuhelfen, zum Beispiel bei der Anmeldung oder bei der Zubereitung des Kaffees für die Spenderinnen und Spender. Schließlich hat er selbst noch Blut gespendet.

„Für mich war es sehr spannend zu erleben, wie professionell die ehrenamtlichen Kräfte bei ihren Sanitätsdiensten und der Blutspende vorgehen“, so Hornbergers Fazit am Ende seines ereignisreichen Rotkreuztages. „Ich habe bei der Ehrenamtschallenge mitgemacht, weil der SC Paderborn sehr gute Erfahrungen mit den DRK-Einsätzen während unserer Spiele gemacht hat. Allen, die Interesse und Zeit für ein Ehrenamt haben, kann ich das Rote Kreuz als eine sehr gute Adresse empfehlen.“ i+t
 

34. bundesweites DRK-Oldtimertreffen in Paderborn
Gemeinsam mit den Helfern und der Vize-Präsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe Nilgün Özel (re.) freute sich Oliver Kraatz vom Organisationsteam im historischen Fahrzeug „Emily“ des DRK-Ortsvereins Paderborn auf das Oldtimertreffen. Foto: OV Paderborn

Ein besonderes Spektakel ereignete sich vom 14. bis zum 17. Mai 2026 in Paderborn, dem Schauplatz des 34. bundesweiten DRK-Oldtimertreffens, organisiert vom DRK-Ortsverein Paderborn. 33 Oldtimer und 185 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet reisten an, um ihre fahrbaren Schätze aus vergangenen Jahrzehnten zu präsentieren.

Unter den historischen Fahrzeugen befanden unter anderem klassische Krankenwagen, Küchen-LKWs und Fernmeldebauwagen. Die Teilnehmenden, darunter Schulkinder ebenso wie Senior*innen kamen nicht nur, um ihre Fahrzeuge zu zeigen, sondern auch um Fahrzeugteile und Wissen auszutauschen, Fachgespräche zu führen und gemeinsam zu feiern.

Für den DRK-Ortsverein Paderborn war es nicht das erste Mal, dass er ein solches Treffen auf die Beine stellte: Bereits 2009 organisierte er das bundesweite Oldtimertreffen erfolgreich – damals auf dem Gelände der Lise-Meitner-Schule – und erhielt dafür sehr positive Resonanz. 

„Die Veranstaltung war kein geschlossenes Ereignis“, so Oliver Kraatz vom Organisationsteam des DRK-Ortsvereins Paderborn.  Interessierte waren herzlich eingeladen, die beeindruckenden historischen Fahrzeuge aus nächster Nähe zu bestaunen und mit den leidenschaftlichen Fahrzeughaltern ins Gespräch zu kommen. 

Ein Highlight des Treffens war die Oldtimer-Ausfahrt am Samstag, dem 16. Mai. Die historischen Fahrzeuge machten ihrer Rundfahrt durch das Paderborner Land auch Station auf dem Paderborner Schützenplatz – und zwar im Rahmen des dort stattfindenden DRK-Herzensretter-Tages. 

Hinter dem Treffen steht der Bundesweite Förderverein für DRK-Oldtimer e.V., der sich dem Erhalt und der Pflege historischer Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes verschrieben hat. Die Fahrzeuge sind weit mehr als technische Kuriositäten – sie sind Zeugnisse des humanitären Einsatzes vergangener Generationen. Weitere Informationen zum Verein und zum Treffen finden sich unter www.drk-oldtimer.eu und auf der Seite des DRK-Ortsvereins Paderborn www.drk-paderborn.orgOV Paderborn / i+t

HENRI: (D)ein dritter Ort für Secondhand-Fashion, Begegnung und Austausch
Das Team von „HENRI“ mit dem Vorstand des DRK-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein Dr. Martin Horchler (re.); Foto: KV Siegen-Wittgenstein

Der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein betreibt in der Hammerstraße 10 in Siegen bereits seit einigen Jahren einen erfolgreich laufenden Secondhand-Kleiderladen. Nun hat er mit „HENRI“ am Löhrtor 7 in Siegen ein zweites Standbein in der Weiterverwertung von gespendeter Kleidung eröffnet. Mit dem Betrieb von Kleiderläden erfüllt der Wohlfahrtsverband zum einen eine soziale Funktion und positioniert sich zugleich für Nachhaltigkeit und verantwortungsvollen Konsum.

Das Projekt HENRI – benannt nach DRK-Gründer Henry Dunant – geht konzeptionell über den Verkauf von Secondhand-Mode hinaus und bietet als dritter Ort Raum für Austausch, Ideen und kleinere Veranstaltungen. Bei HENRI sollen gesellschaftlich relevante Themen wie Nutzung vorhandener Ressourcen, Linderung von Einsamkeit, soziales Engagement und kulturelle Aktivitäten zusammenkommen. „„HENRIS Angebote wollen wir partizipativ entwickeln, zusammen mit Partner*innen und Ehrenamtlichen, die sich engagieren möchten“, so Stefanie Schierling, Kommunikationsleiterin des DRK-Kreisverbandes und verantwortlich für das neue Projekt, das zunächst bis Jahresende laufen wird. 

Der Secondhandshop hat feste Öffnungszeiten (Mittwoch von 10 bis 15 Uhr, Donnerstag und Freitag von 13 bis 18 Uhr und jeden ersten und dritten Samstag im Monat von 11 bis 16 Uhr), parallel können die sozialen Angebote und Workshops stattfinden. Dabei erfüllt der Fashion Bereich in dem kleinen, gut sortierten Laden, der vorwiegend Damenmode führt, gleich mehrere Zwecke. Dazu Stefanie Schierling: „Wir haben ja nicht sehr viel Platz bei HENRI – insgesamt haben wir Räumlichkeiten von nur 100 qm, für Kleiderladen, Workshop- und Begegnungsraum aber auch für Küche, Toilette, Büro. Daher konzentrieren wir uns zunächst auf weiblich gelesene Kleidung, haben aber auch ein bisschen Männermode im Angebot. Wir wollen ein gut kuratiertes Sortiment bieten, das zu HENRI passt – modern und wertig – und damit auch die jüngere Zielgruppe und Studierende erreichen. Gleichzeitig dient der Verkauf der gespendeten Kleidung der Refinanzierung von HENRI als drittem Ort und subventioniert den ideellen Bereich des Projektes.“ Wer Kleidung spenden möchte: Diese sollte modisch sein, sauber und ohne Beschädigungen. Gerne genommen werden auch Handtaschen und Accessoires, Schuhe bitte nur neuwertig und nach Möglichkeit ungetragen. Nicht angenommen werden Kinderkleidung, Haushaltsartikel und sonstige Gegenstände.

Parallel zum Ladenbetrieb finden zu den Öffnungszeiten und an anderen Tagen die sozialen Angebote statt. Zum Beispiel jeden Donnerstag, wo sich von 14 bis 17 Uhr unter der ehrenamtlichen Leitung von Anni und Christoph Wirth, ein Seniorenpaar aus der Nachbarschaft, eine kleine Gruppe von Menschen trifft, die miteinander ins Gespräch kommen, ihre Sprachpraxis verbessern und einfach gesellig beisammen sein möchten. Dabei wird mal gespielt, gebastelt oder Kaffee getrunken. Christoph Wirth plant als nächstes Lese-Nachmittage und hat dafür eine kleine private Leihbücherei aufgebaut. Außerdem bietet Pauline Busse, Studierende an der Uni Siegen, ehrenamtlich unter dem Titel „Komme wer Wolle“ einen offenen Strick- und Handarbeitstreff an. Alle, die Lust haben, gemeinsam die Nadeln klappen zu lassen, sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, Wolle und Nadeln sind selbst mitzubringen.

Weitere Interessierte, die sich bei HENRI einbringen möchten, sind ebenfalls willkommen. Kooperationspartner*innen sind bisher das Museum für Gegenwartskunst, das Bruchwerk Theater, das Fusion Lab der Universität Siegen, die Stadt Siegen aber auch Unterstützer*innen wie die Sparkasse Siegen, Bäckerei Schneider, Bürgerstiftung Siegen oder Münch Werbetechnik. Das Interesse an HENRI ist groß und es gibt zahlreiche weitere kreative Ideen für HENRI. „In Kürze ist ein Yoga-Workshop geplant. Ein gemeinschaftlicher Koch-Abend, vielleicht sogar mit geretteten Lebensmitteln, ist ebenfalls in angedacht. Im Sommer wird es Kooperationsveranstaltungen mit einigen unserer Partner geben. Besonders freut uns, dass der Ort selbst offenbar kreative Ideen sprudeln lässt. Bei der Eröffnung ist die Idee des Strick-Treffs an HENRI herangetragen worden und wird nun direkt ausprobiert“, freut sich Stefanie Schierling. „HENRI ist ein Ort für Menschen und das, was sie daraus machen. Wir bieten Platz für Ideen. Außerdem gibt HENRI Menschen Raum, um einfach zu sein – ohne irgendwas leisten zu müssen. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Und HENRI ein sozialer Ort – modern und mit Style.“ KV Siegen-Wittgenstein

DRK-WGs für junge und ältere Pflegebedürftige in Herne eröffnet
(v.li.): Dr. Martin Krause (Präsident DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel), Sven Kuczera (Fachbereichsleiter Pflege), Andrea Jankovic (WG-Leitung) und Malte Wewers (Geschäftsführer); Foto: KV Herne und Wanne-Eickel

Der DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel hat im April 2026 seine neu errichteten Wohngemeinschaften in der Gabelsbergerstraße 11a eröffnet. In zwei modernen Wohngemeinschaften finden künftig insgesamt 24 Menschen ein neues Zuhause: Zwölf junge pflegebedürftige Menschen sowie zwölf Seniorinnen und Senioren.

Das neue Wohnangebot wird durch den ambulanten Pflegedienst des Kreisverbandes betreut und stellt eine wichtige Erweiterung des Leistungsportfolios dar. „Wir freuen uns sehr, das Angebot der jungen Pflege in unser Portfolio aufzunehmen. Mit der Eröffnung der Wohngemeinschaften haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht“, erklärt Geschäftsführer Malte Wewers.

Das vergangene Jahr war geprägt von intensiven Abstimmungen, zahlreichen Baustellenbesichtigungen und der konzeptionellen Ausgestaltung des Projekts. Gemeinsam mit engagierten Führungskräften, darunter Sven Kuczera, Fachbereichsleiter Pflege, wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Informationsveranstaltungen durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass in Herne ein hoher Bedarf an entsprechenden Wohn- und Pflegeangeboten besteht.

Eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des neuen Wohnangebots übernimmt die WG-Leitung Andrea Jankovic. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie die ersten Bewohnerinnen und Bewohner beim Einzug und unterstützt sie in der Eingewöhnungsphase. Mit viel Engagement und persönlichem Einsatz gestaltet sie das Zusammenleben in den Wohngemeinschaften und schafft die Grundlage für eine familiäre und wertschätzende Wohnatmosphäre.

Aktuell sind noch einzelne Zimmer verfügbar. Der Kreisverband blickt jedoch optimistisch in die Zukunft und freut sich darauf, das neue Angebot weiter zu etablieren.
Ein weiterer Schritt folgt bereits in naher Zukunft: Im selben Gebäude wird auch die neue Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Herne und Wanne-Eickel eröffnet. KV Herne u. Wanne-Eickel / i+t

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