· Pressemitteilung

Rund 5.900 Euro für die Sudanhilfe des DRK - Überwasserkirche in Münster vollbesetzt

(v.li.) Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer, Prof. Dr. Joachim Gardemann, Prof. Dr. Hans Hermann Wickel, DRK-Generalsekretär Christian Reuter, Bürgermeisterin Maria Winkel und Dr. Fritz Baur. Foto: Jonas Westermeyer / DRK WL

Rund 5.900 Euro für die Sudanhilfe des DRK

350 Besucherinnen und Besucher begrüßte der Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Fritz Baur, am Freitag, 24. April 2026, in der Überwasserkirche Münster zu einem „Abend, an dem Musik und Mitmenschlichkeit Hand in Hand gehen, und an dem wir gemeinsam ein starkes Zeichen der Solidarität setzen“. Der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe hat das Benefizkonzert für den Sudan in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der FH Münster und der Medizinischen Fakultät der Universität Münster veranstaltet. Ergebnis der Veranstaltung: rund 5.900 Euro, die der Sudanhilfe des Deutschen Roten Kreuzes zur Verfügung gestellt werden.

Aufgeführt wurde die Kantate „Der Sandsturm“. Die Musik, komponiert von Prof. Dr. Hans Hermann Wickel, von 1995 bis 2020 Musikpädagoge und Musikwissenschaftler an der FH Münster, und die Texte von Hans Hermann Wickel, Martina Wickel und Prof. Dr. Joachim Gardemann, sind inspiriert von Aquarellen und Tagebucheintragungen von Joachim Gardemann. Der Kinderarzt hat viele Jahre lang das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der FH Münster geleitet und war für DRK-Hilfseinsätze in der Welt unterwegs. Im Sommer 2004 war er in der sudanesischen Provinz Darfur. Gemeinsam mit seinem Team baute er unter anderem eine Gesundheitsbasisstation für die Geflüchteten im benachbarten Lager Abu Shok auf. Weil er nicht fotografieren durfte, skizzierte er flüchtig einprägsame Situationen mit dem Kugelschreiber und kolorierte sie später als Aquarelle. 

„Die Welt im Sudan liegt in Trümmern. Was für uns unvorstellbar ist, gehört für Millionen Menschen dort zum Alltag“, sagte Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer, die als Ärztin und Professorin an der medizinischen Fakultät der Universität Münster arbeitet und zu Beginn des Konzerts in das Thema einführte. Seit der Eskalation eines Machtkampfs zwischen der Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz im Jahr 2023 herrscht im Sudan ein Krieg, der eine der schlimmsten Hunger- und Vertreibungskrisen hervorgerufen hat.  „Es gibt 25 Millionen Hungernde, das Gesundheitssystem funktioniert kaum noch. Jede Spende kann konkret helfen: mit Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung – und neuer Hoffnung“, so Pfleiderer. 

Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet eng mit dem Syrischen Roten Halbmond (SRH), einer der wichtigsten Hilfsorganisationen im Land, zusammen, um dessen lebensrettende Arbeit zu unterstützen. Insgesamt konnte der SRH 8,8 Millionen Menschen seit Beginn des Konflikts mit seiner Hilfe erreichen. Ein besonderer Fokus der Hilfe des DRK in Partnerschaft mit dem SRH liegt auf der Unterstützung schwangerer Frauen und notleidender Mütter. Mit der Bereitstellung von Entbindungsausrüstung und Bargeld können sich Frauen angesichts fehlender Kliniken um eine medizinische Begleitung ihrer Geburt selbst kümmern. Zudem wurden Maßnahmen wie der Bau und die Sanierung von Wasser- und Toilettenanlagen ergriffen, um die Ausbreitung von Cholera einzudämmen. Darüber hinaus steht weiterhin die Verteilung von Bargeldhilfen an notleidende Haushalte im Fokus der Nothilfe.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen: 

IBAN: DE63370205000005023307 
BIC: BFSWDE33XXX 
Stichwort: Nothilfe Afrika

oder unter https://www.drk.de/spenden/