Willing-Holtz / DRK
Jörg F. Müller / DRK
Willing-Holtz / DRK Auch 2026 erreichten die Thermometer Temperaturen von über 40° Celsius, sodass in einigen Teilen Deutschlands neue Hitzerekorde erreicht wurden. Während viele Menschen sich im Schwimmbad oder bei einem Eis im Schatten abkühlen, leiden zahlreiche Menschen unter diesen hohen Temperaturen. Darunter besonders ältere Menschen, Säuglinge und Kinder.
Aufgrund des anhaltenden Klimawandels ist zu befürchten, dass in den kommenden Jahren und Jahrzehnten neue Hitzerekorde erreicht werden – mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für viele Menschen.
Um zu helfen, haben sich deshalb der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V. und das Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe gemeinsam auf den Weg gemacht und ein Info- und Aktionspaket gegen die Hitze geschnürt.
Unser neuer Hitzewarnaufkleber hilft Ihnen, eine mögliche Gefahrensituation zu erkennen. Das Prinzip ist einfach: kleben Sie den Hitzewarneraufkleber in Ihre Räumlichkeiten. Liegt die Temperatur unterhalb von 28° Celsius, ist der Aufkleber schwarz; bei Temperaturen darüber verändert der Hitzewarner automatisch das Motiv und zeigt eine „Hitzewarnung“ an.
Einmal gewarnt, haben Sie nun die Möglichkeit, entsprechende kurzfristige Hitzeschutzmaßnahmen einzuleiten und so den Ihnen anvertrauten Menschen zu helfen, die Extremhitze besser überstehen zu können: Wasser verteilen, Ventilatoren aufstellen, Räume verdunkeln und/oder Schattenplätze aufsuchen sowie Sport und unnötige Anstrengungen vermeiden.
Wenn Sie Hitzewarnaufkleber benötigen, können Sie diese in unserem Online-Shop zum günstigen Preis erwerben.

Darüber hinaus wird es in Zukunft umso wichtiger werden, frühzeitig geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, Einrichtungen auf Hitzeperioden vorzubereiten und das Bewusstsein für einen wirksamen Hitzeschutz zu stärken. Am 11. Juni findet jährlich der bundesweite Hitzeaktionstag statt. Der Aktionstag macht auf die gesundheitlichen Risiken von Hitze aufmerksam und möchte Einrichtungen, Organisationen und die Öffentlichkeit für einen besseren Hitzeschutz sensibilisieren. Wir freuen uns schon jetzt, wenn Sie im kommenden Jahr an diesem Aktionstag teilnehmen und Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Ihnen anvertraute Menschen entsprechend für dieses wichtige Thema vorbereiten.

Das Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe hält vielfältige Angebote für Schulen bereit. Das bekannteste von ihnen ist wohl der Schulsanitätsdienst (SSD). Hier sorgen ausgebildete Schüler*innen als Schulsanitäter*innen selbst für mehr Sicherheit an der Schule. Der SSD wird unter anderem durch kostenlose Fortbildungen für betreuende Lehrkräfte, durch Erste-Hilfe-Kurse für Schulsanitäter*innen und durch spielerische Wettbewerbe, in denen das beste Schulsanitäts-Team gekürt wird, vom Landesverband und dem jeweiligen Kreisverband unterstützt.
Darüber hinaus sind unsere zwei Mobile, das Body+-Grips-Mobil und das Fair Mobil, für besondere Projekttage täglich an weiterführenden Schulen im Einsatz. Im Stationsparcours des Body+-Grips-Mobil erfahren Schüler*innen der Jahrgangsstufe 5 bis 8 Wichtiges zu den Themen Bewegung, Ernährung, soziales Miteinander, Sexualität, Sucht und Körper und Geist. Schüler*innen der höheren Klassenstufen helfen bei der Betreuung der Stationen. Das Fair Mobil ist ein mobiles Gewaltpräventionsangebot, das ebenfalls mit Stationen arbeitet. Es ermöglicht bis zu 60 Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren einen aktiven Zugang zu den Themen soziales Miteinander, Kooperation und Teamgeist, Umgang mit Emotionen und Belastungen sowie Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung.
Darüber hinaus bietet das Rote Kreuz viele weitere oft kostenlose Angebote für Schulen, die sie in unserer Themenwelt Schule unter folgendem Link finden: www.roteskreuzundschule.de/. Weitere Informationen zum Jugendrotkreuz finden Sie unter www.jrk-westfalen.de (externe Links)
Die Fähigkeit des Körpers, mit Hitze zurechtzukommen, ist individuell unterschiedlich. Wird die individuelle Hitzetoleranz überschritten, können Hitzeschäden auftreten: Hitzeerschöpfung und Hitzeschlag.
Säuglinge und junge Kinder haben eine geringere Hitzetoleranz und sind durch Hitze besonders gefährdet. Dies ist einerseits durch folgende körperliche Ursachen bedingt:
Kinder produzieren bei körperlicher Aktivität mehr Wärme als Erwachsene.
Kinder haben im Verhältnis zu ihrer Körpergröße eine geringere Körperoberfläche.
Kinder haben bis zur Pubertät eine niedrigere Schweißproduktion.
Säuglinge produzieren noch nicht ausreichend Schweiß, um dadurch genügend „Verdunstungskälte“ zu erreichen.
Übergewichtige Kinder sind bei Hitze besonders gefährdet.
Und andererseits gibt es dafür verhaltensbedingte beziehungsweise äußere Ursachen:
Flüssigkeitsmangel und fehlende Möglichkeit, sich selbst mit Wasser zu versorgen (je nach Alter)
Kinder sind ablenkbar und nehmen Hitze selbst nicht so bewusst wahr.
Sie tragen ungeeignete Kleidung.
Die Intensität und Dauer der körperlichen Belastung ist stark beziehungsweise zu lang.
Zur weiteren Unterstützung finden Sie unten auf dieser Seite (Materialien zum Downloaden) umfangreiche Materialien und Praxistipps.
Gerade in der Pflege sind die Auswirkungen von hohen Temperaturen besonders relevant: ältere Menschen, pflegebedürftige Personen sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen. Auch für Mitarbeitende in der Pflege können Hitzebelastungen eine erhebliche Herausforderung darstellen.
Der jährliche Hitzeaktionstag bietet dabei einen guten Anlass, bestehende Maßnahmen zum Hitzeschutz zu überprüfen und sich auf die kommende Sommersaison vorzubereiten. Dazu gehören beispielsweise:
Nutzen Sie den Hitzeaktionstag, um in Ihrer Einrichtung oder Pflegeschule eigene Aktionen zur Sensibilisierung durchzuführen – beispielsweise kurze Informationsrunden, kleine Lernstationen, Quizformate oder Plakate zum Hitzeschutz.
Zur weiteren Unterstützung stellen folgende Quellen umfangreiche Materialien und Praxistipps bereit (externe Links):
Die zusammengestellten Unterlagen (s. Materialien zum Downloaden) bieten praxisnahe Empfehlungen für Einrichtungen, Hinweise zur zielgruppengerechten Kommunikation sowie Anregungen für die Sensibilisierung von Mitarbeitenden, Pflegebedürftigen, Angehörigen und weiteren Zielgruppen. Wir würden uns freuen, wenn Sie das Thema Hitzeschutz in Ihrer Einrichtung oder Pflegeschule aktiv aufgreifen und die vorhandenen Präventionsmaßnahmen stärken. Vielen Dank für Ihr Engagement zum Schutz von Pflegebedürftigen, Auszubildenden und Mitarbeitenden.