Bühnenbild.jpg Foto: Andre Zelck / DRK
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Sechs Fragen zur Mitgliedergewinnung im DRK

Das Deutsche Rote Kreuz e. V. ist die Nationale Gesellschaft des Roten Kreuzes auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und Bestandteil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Das DRK bekennt sich zu den Rotkreuzgrundsätzen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Es nimmt insbesondere die Aufgaben wahr, die sich aus den Genfer Abkommen von 1949 und ihren Zusatzprotokollen ergeben, sowie diejenigen, die ihm durch Bundes- oder Landesgesetz zugewiesen sind. Dazu gehören die humanitäre Hilfe (externer Link) in bewaffneten Konflikten und nach Naturkatastrophen sowie die Verbreitung des humanitären Völkerrechts. In Deutschland koordiniert das DRK in Zusammenarbeit mit den Behörden den Katastrophenschutz sowie den zivilen Rettungsdienst. Zu seinen Aufgaben im Inland gehört insbesondere auch die Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Das DRK besteht aus dem Bundesverband, 19 Landesverbänden, den Kreisverbänden und Ortsvereinen sowie dem Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e. V. Der  DRK-Landesverband Westfalen-Lippe ist einer von 19 DRK-Landesverbänden in Deutschland. Er zählt 38 Kreisverbände, 259 Ortsvereine, rund 29.400 aktive ehrenamtliche Kräfte und über 196.000 Fördermitglieder. 

  • 1. Warum braucht das Deutsche Rote Kreuz Fördermitglieder?

    „Das Rote Kreuz hilft.“: Das lernt hierzulande jedes Kind. Aber wieso kann es helfen? Wer sorgt dafür, dass es immer da ist, wenn Hilfe gebraucht wird? Beim Deutschen Roten Kreuz in Westfalen-Lippe engagieren sich rund 30 000 Ehrenamtliche, die ihre Freizeit, ihre Kraft und ihr Knowhow selbstlos für andere einsetzen. Dafür sorgen aber auch unsere rund 12 000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Arbeitsbereichen. Dafür sorgen aber vor allem auch die 196 000 Fördermitglieder, die das Deutsche Rote Kreuz in Westfale-Lippe mit ihrem Beitrag langfristig unterstützen.

  • 2. Wofür werden die Fördermitgliedsbeiträge verwendet? Gibt es Mitgliedsvorteile?

    Das Deutsche Rote Kreuz ist ein föderaler Verband. Das heißt, dass Sie Mitglied in einem Kreisverband oder Ortsverein in Ihrer Stadt werden und somit direkt das DRK vor Ihrer Haustür unterstützen. Ihre Mitgliedsbeiträge werden zu großen Teilen vor Ort  für die ehrenamtliche Arbeit verwendet, für Aufgabengebiete, die nicht durch Krankenkassen, Pflegekassen oder staatliche Quellen finanziert werden. Viele solcher Aufgaben, ob im Katastrophenschutz, im Sanitätsdienst oder im Wohlfahrtsbereich könnten ohne freiwillige Helfer*innen nicht umgesetzt werden. Doch auch diese ehrenamtliche Arbeit muss finanziert werden. Die Aktiven tragen eine hohe Verantwortung. Dafür müssen sie geschult und ausgerüstet werden. Ihr Einsatz muss koordiniert und begleitet werden. Deshalb sind die Beiträge von Fördermitgliedern so wichtig.

    Zudem muss sich das DRK als Anwalt der Bedürftigen, die am Rande unserer Gesellschaft leben, Gehör verschaffen, muss dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft diese nicht vergisst. Je mehr Fördermitglieder und ehrenamtliche Helfer*innen das Rote Kreuz hat, umso eher wird es als wichtige gesellschaftliche Kraft wahrgenommen, die sich für notleidende Menschen einsetzt.

    Als gemeinnützige Organisation können wir unseren Fördermitgliedern keine Vergünstigungen bieten, wohl aber das gute Gefühl, Menschen zu helfen, die auf diese Hilfe angewiesen sind. Außerdem informieren viele unserer Verbände ihre Mitglieder über die Aktivitäten mit einem regelmäßig erscheinenden Infobrief. Darüber können die Mitgliedsbeiträge im Rahmen Ihrer Steuererklärung geltend gemacht werden. 

  • 3. Wie hat sich die Zahl der Fördermitglieder im DRK in den letzten zehn Jahren entwickelt?

    Während sich die Zahl der ehrenamtlich Aktiven beim DRK in Westfalen-Lippe positiv entwickelt, ist die Zahl der Fördermitglieder seit vielen Jahren leider rückläufig. Viele unserer Mitglieder haben das Rote Kreuz insbesondere aufgrund ihrer Nachkriegserfahrungen über Jahrzehnte hinweg unterstützt.

    Doch durch die vielfältigen Hilfeleistungen des Roten Kreuzes und seiner vielen ehrenamtlichen Helfer*innen in der Corona-Zeit, erleben wir eine neue Welle der Unterstützung.

    Wir freuen uns, dass sich viele junge Menschen wieder entscheiden, sich entweder ehrenamtlich für das Rote Kreuz zu engagieren oder das DRK mit einer regelmäßigen Spende zu unterstützen.

  • 4. Warum setzt das DRK auf Haustür- und Infostandwerbung?

    Die DRK-Verbände in den Regionen unternehmen viele Anstrengungen, um neue Fördermitglieder und Ehrenamtliche zu gewinnen. Verschiedene Möglichkeiten der Ansprache, wie Mailings, Telefon- oder Online-Fundraising, wurden erprobt. Auch Rotkreuzkurse und Events, wie Tage der offenen Tür, werden in allen Verbänden genutzt, um Mitglieder zu gewinnen.

    Und dennoch: Damit wir unsere vielfältigen Aufgaben auch in Zukunft durchführen können, bieten nur die Haustür- und Infostandwerbung die Möglichkeit, mit Menschen ausreichend ins Gespräch zu kommen und ihnen die Notwendigkeit einer Unterstützung der Rotkreuzarbeit vor Augen zu führen.

    Viele Verbände arbeiten seit Jahrzehnten erfolgreich im Bereich der Mitgliedergewinnung und führen diese ca. alle zwei bis drei Jahre durch. Dazu kündigen sie die Werbeaktionen in der lokalen Presse an, damit sich die Bevölkerung darauf einstellen kann. Außerdem wird der Kontakt auch genutzt, Bürger über die regionalen Aktivitäten und Angebote des Rotkreuz-Verbandes vor Ort zu informieren. Die Gewinnung von Fördermitgliedern wird dabei in einigen Verbänden durch eigene Mitarbeitende durchgeführt. In anderen Verbänden wird das über Dienstleister organisiert.

  • 5. Wie wird sichergestellt, dass sich Dienstleister und Ihre Mitarbeitenden sich korrekt verhalten?

    Es wird sehr großen Wert darauf gelegt, dass die Mitarbeitenden seriös auftreten und über Rotkreuz-Wissen verfügen. Auch die Besonderheiten und Angebote des jeweiligen DRK-Verbandes müssen die Werbe-Beauftragten kennen, um überzeugend auf Fragen zum lokalen Roten Kreuz antworten zu können. Deshalb werden sie regelmäßig geschult.

    Maßgeblich ist ein respektvoller Umgang mit allen Gesprächspartnern. Jedes Gespräch hat seriös, aufrichtig und wahrheitsgemäß zu erfolgen.

    • Die Gespräche dürfen nicht aggressiv oder aufdringlich geführt und etwaige Schwächen, wie Seh- und Hörschwierigkeiten, ein geistiges und/oder körperliches Handicap oder Sprachunkenntnisse ausgenutzt werden.
    • In Aussiedlereinrichtungen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Nichtsesshafte darf grundsätzlich nicht geworben werden.
    • Ebenso dürfen Personen, die noch nicht volljährig sind, nicht als neues Fördermitglied gewonnen werden.
    • Bargeld, Schecks oder Sachspenden dürfen im Zusammenhang mit der Mitgliedergewinnung nicht angenommen werden.
    • Den Angesprochenen muss deutlich gemacht werden, dass es sich bei der Mitgliedschaft nicht um eine einmalige Spende, sondern um eine dauerhafte Unterstützung handelt.
    • Die beauftragten Mitarbeitenden tragen einen Rotkreuz-Ausweis bei sich. Auf Nachfrage klärt der/die Fundraiser*in über die Art seiner/ihrer Beschäftigung auf. Es darf nicht der Anschein erweckt werden, selbst haupt- oder ehrenamtlich für die Organisation tätig zu sein.
    • Eine negative Darstellung von anderen Einrichtungen oder Organisationen wird nicht geduldet.
    • Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass der Werbebeauftragte ein*e Notfallhelfer*in ist, der/die sich in einem Rettungseinsatz befindet. 

    Diese Vorgaben sollen von den zuständigen Stellen in den Verbänden kontrolliert werden. 

  • 6. An wen kann ich mich mit Nachfragen, Lob und Tadel über laufende Werbeaktionen wenden?

    Wenn Sie Nachfragen haben oder Feedback zu aktuellen Werbeaktionen geben möchten, wenden Sie sich entweder an den DRK-Kreisverband vor Ort oder an Tobias Exner, Leiter der Stabsstelle Kommunikation im Landesverband (0251  9739-230, Tobias.Exner(at)drk-westfalen.de)

    Die Kontaktdaten Ihres Kreisverbandes finden Sie hier.