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Weiterführende Informationen zu Beiträgen der Ausgabe Oktober 2020Weiterführende Informationen zu Beiträgen der Ausgabe Oktober 2020

Weiterführende Informationen zu den Beiträgen der Ausgabe Oktober 5/2020

Ausgabe Oktober 5/2020 - Seite 6

  • Ehrenzeichen für Bernd Tembrockhaus

    Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins Ochtrup am 21. September erhielt Bernd Tembrockhaus das Ehrenzeichen, die höchste Auszeichnung des Deutschen Roten Kreuzes. Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen Lippe, überreicht  ihm die Ehrung für seinen 60-jährigen Einsatz im Deutschen Roten Kreuz. 

    Tembrockhaus wurde 1959 als junger Mann in die aktive Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Ochtrup aufgenommen und engagierte sich von Beginn an mit großer Leidenschaft im Aufgabenfeld des DRK. Er arbeitete auch auf der nächsten Verbandsebene, dem Kreisverband Steinfurt, mit und bekleidete dort über 30 Jahre das Amt des Rotkreuzbeauftragt. Bis heute ist er der Rotkreuzbeauftragte mit der zweitlängsten Amtszeit für den Katastrophenschutz im Landesverband Westfalen Lippe. Aufgrund politischer Vorgaben zur Verschmelzung der politischen Kreise Steinfurt und Tecklenburg war es eine besondere Herausforderung die inhaltliche und konzeptionelle Zusammenführung der beiden Hilfsorganisationen, DRK Steinfurt und DRK Tecklenburg, umzusetzen. Zum einen sollten beide selbstständig bleiben, aber auch einen gleichen Standard auf der politischen Ebene erreichen. Mit seinem Stellvertreter im DRK Kreisverband Tecklenburg war er maßgeblich und verantwortlich an der Umsetzung dieser Vorgaben beteiligt. Hier wurde der Grundstein für eine bis heute andauernde Zusammenarbeit der zwei DRK-Organisationen in einem politischen Kreis gelegt. Auf diesen Vereinbarungen beruhen noch heute nach fast 40 Jahren die Vorgaben im K-Schutz des Kreises Steinfurt. Im Zuge seines Amtes als verantwortlicher Rotkreuzbeauftragter im K-Schutz war er ständiges Mitglied in den Krisenstäben des Kreises bei überregionalen Einsätzen. Einer der zeitaufwändigsten und anspruchsvollsten Einsätze war die Schneekatastrophe in Ochtrup im November 2005, als tausende Menschen über fast eine Woche ohne Strom in ihren Häusern ausharren mussten. Tembrockhaus war auch an der ersten konzeptionellen Umsetzung des MANV (Massenanfall von Verletzten) im Kreis beteiligt. Er war hauptverantwortlich, diese Konzeption in die DRK-Strukturen einzubringen. Erstmals fand dieses Konzept in der Praxis seine Anwendung beim Weltjugendtag 2005 in Köln und anschließend bei der Fußballweltmeisterschaft 2006.

    Neben diesen Tätigkeiten war er seit über 40 Jahren ständiges Mitglied im Vorstand des Ortsvereinsin Ochtrup und war an fast allen Entscheidungen des Ortsvereins beteiligt. DRK-Ortsverein Ochtrup / i+t

  • Kampgnenstart: NRW zeigt Respekt

    Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat am 25. August eine Kampagne gestartet, mit der es ein Zeichen gegen Gewalt an Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräften der Hilfsorganisationen setzt. Minister Herbert Reul beklagte in Düsseldorf die zunehmenden Attacken gegen Einsatzkräfte und betonte: „Wir stehen mit dieser Kampagne hinter den Menschen, die durch ihren Job, ihre Berufung oder auch ihr ehrenamtliches Engagement anderen Menschen helfen.“
     
    Das Ministerium hat dazu in einem ersten Schritt 30.000 Pins herstellen lassen, auf denen der Slogan „NRW zeigt Respekt!“ steht. Die  Bürgerinnen und Bürger können sie ab sofort über die Website des Innenministeriums bestellen (www.im.nrw.de, maximale Bestellmenge: zehn Stück) und tragen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Die Solidaritätskampagne geht auf eine Initiative aller Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag zurück. Die Abgeordneten hatten die Finanzierung von jährlich 100.000 Euro bis einschließlich 2022 gesichert.
     
    Reul sagte: „Immer häufiger sind Einsatzkräfte mit aggressivem Verhalten, verbalen Anfeindungen und physischen Angriffen konfrontiert. Jedes Jahr machen mehrere tausend Rettungskräfte, Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Hilfsdiensten, Polizistinnen und Polizisten in unserem Land diese Erfahrung. Uniformierte werden bei der Ausübung ihrer Arbeit behindert und gefährdet.“ Das sei zwar kein neues Phänomen, stellte der Minister fest: „Es ist aber in seiner Ausprägung und Wahrnehmung in dieser Form neu. Wer Rettungskräfte, Polizistinnen oder Polizisten angreift, greift uns als Gesellschaft an.“ Laut einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum waren 64 Prozent der befragten Brandschützer, Sanitäter und Notärzte mindestens einmal Opfer von Gewalt. i+t

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  • Innenminister Herbert Reul in Delbrück

    Am 29.08.2020 besuchte der NRW–Innenminister Herbert Reul die Zentralwache, den gemeinsamen Standort von Rettungsdienst, DRK, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei in der Stadt Delbrück.

    In einem 45-minütigen Statement stellte er sich unmissverständlich vor die Einsatzkräfte. „Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungsdienstkräfte werden immer häufiger angegriffen, beschimpft und beleidigt. Ich kann solche Angriffe nicht nachvollziehen und erwarte, dass jeder Fall zur Anzeige gebracht wird, egal ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst.“ 

    Zum Auftakt seines Besuchs in den DRK-Räumen bedankte er sich ausdrücklich für den großen ehrenamtlichen DRK-Einsatz im Kreis Gütersloh anlässlich des Coronaausbruchs im Sommer dieses Jahres. 

    Im Gespräch mit dem Minister erläuterte Helmut Westermilies, Mitglied im KV-Präsidium, 1980 Mitinitiator der Zentralwache, die ursprüngliche Intention der gemeinsamen Unterbringung von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und der vom DRK besetzten Rettungswache. „Die Zentralwache war bei Fertigstellung 1983 unter Einbindung des Katastrophenschutzes ein Pilotprojekt im Land NRW. Der Gebäudeteil des DRK konnte nur durch den enormen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte, den Mitteln des Kreisverbandes sowie der tatkräftigen Unterstützung der Stadt Delbrück und der KatS- Behörden realisiert werden.“ Angesichts der aktuellen Überlegungen zur Neuausrichtung des Gebäudekomplexes wies er rückblickend auf den hervorragenden Austausch zwischen den beteiligten Organisationen hin. 

    Beim gemeinsamen Rundgang durch das DRK-Gebäude erläuterte die Vorsitzende des DRK – Stadtverbandes Delbrück, Tanja Tolzmann, die positive Entwicklung der Rotkreuzarbeit in der Stadt. „Neben dem Katastrophenschutz und den Einsatzdiensten haben sich vielfältige soziale Angebote wie Mutter-Kind-Gruppen, eine Kleiderkammer, das Jugendrotkreuz, interkulturelle Gruppen u. v. m. unter einem Dach  entwickelt.“ 

    Rotkreuzleiter Roman Kristen war es abschließend noch einmal wichtig, die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Beteiligten zu unterstreichen, die in der Zentralwache aufgrund der räumlichen Nähe optimal funktioniert. 

    Mit dem Ausdruck eines großen Respekts und tiefer Dankbarkeit schloss der Minister seinen Besuch ab. „Ohne das zuverlässige Ehrenamt würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.“ Helmut Westermilies

  • DRK-Kreisverband Bielefeld: 108 Erstspender*innen

    Eine Blutspende kann Leben retten. Auch in Zeiten von Corona. Ob als Transfusion im Zuge der Krebstherapie, bei schweren Operationen oder nach einem Unfall – Krankenhäuser benötigen dringend Blutspenden, damit Patienten weiterhin mit Blutpräparaten behandelt werden können. Angesichts erhöhter Hygiene- und Sicherheitsstandards ist die Auswahl an geeigneten Räumlichkeiten begrenzt, in denen das Einhalten von Abstandregeln sichergestellt werden kann.

    Während der Corona-Pandemie ist so eine Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem DSC Arminia Bielefeld entstanden. Nach einem erfolgreichen Probelauf einer Blutspende im Frühjahr gab es jetzt einen ersten großen Blutspendetermin im Krombacher Stammtisch in der Schüco-Arena. Der DSC hatte im Vorfeld bei seinen Fans, das DRK bei seinen Mitarbeiter*innen und Klient*innen für das Thema geworben.

    Mehr als 230 Spender*innen sind dem Aufruf gefolgt, unter ihnen auch 108 Erstspender*innen. Eine von ihnen ist DRK Mitarbeiterin Hatice Gümüs. Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende kam gemeinsam mit DRK Vorstand Christopher Brandes zur Blutspende. „Wir wollten zeigen, dass sich das gesamte DRK gemeinsam für dieses überlebenswichtige Thema stark macht“, sagt Brandes. „Wir danken allen Beteiligten für ihre überwältigende Hilfsbereitschaft“. Allein für die Durchführung des Termins seien 15 ehrenamtliche Rotkreuzler*innen aus drei DRK Gliederungen sieben Stunden lang im Einsatz gewesen. Auch Patrick Lippek von der Arminia zeigt sich hocherfreut von der positiven Resonanz: „Wir sind als Verein stolz darauf, dass so viele unserem Aufruf zur Spende gefolgt sind, um mit ihrer Blutspende Leben zu retten“.

    Aufgrund des erwarteten hohen Andrangs konnten sich Blutspender*innen vorab ausschließlich online für eine bestimmte Uhrzeit anmelden. Im 10-Minuten-Takt wurden sie durch die Spende geführt. Nach rund 30 Minuten konnten die Spender*innen den Stammtisch mit einem Lunchpaket wieder verlassen. Ehrenamtliche des ausrichtenden DRK Ortsvereins Bielefeld-Zentrum hatten diese im Vorfeld gepackt. Die Pakete ersetzen aufgrund der geltenden Corona-Schutzvorkehrungen

    den sonst üblichen Imbiss im Spendelokal. DRK Vorstand Christopher Brandes freut sich schon jetzt auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DSC: „Wir wollen nicht nur unsere Kooperation beim Thema Blutspende ausbauen, sondern im kommenden Jahr weitere gemeinsame Aktionen folgen lassen“.

    Insgesamt wurden 190 Blutkonserven entnommen. 40 Stammzellenspender*innen ließen sich zudem typisieren. „Das ist ein erstklassiges Ergebnis und übertraf unser Erwartungen“, resümiert Tanja Reimer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West. Auf www.blutspendedienst-west.de gibt es Informationen zu weiteren Blutspendeterminen. Christina-Carolin Rempe

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  • DRK-Kreisverband Herford-Stadt: Corona-Übung mit Landrat

    Bei einem Probeeinsatz zur Testung eines sogenannten MANV (Massenanfall von Verletzten), der im August vom DRK-Kreisverband Herford-Stadt unter Corona-Bedingungen durchgeführt wurde, zollte Landrat Jürgen Müller auch  den Einsätzen aller ehrenamtlicher Helfer*innen in der Corona-Zeit, die bis dato mit rund 2 000 Stunden zu Buche schlugen, Anerkennung.

    Rund 40 Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes Herford-Stadt und mehr als 30 Statisten haben an der Katastrophenschutzübung teilgenommen.

    Bei dem groß angelegten Einsatz probten die ehrenamtlichen Helfer des DRK den Ernstfall. Angenommen wurde folgendes Szenario: Beim Sommerfest rund um das Mehrgenerationenhaus „Alte Schule Ottelau“ kam es zu einem Fettbrand mit mehreren Schwerstverletzten. Dabei mussten Kinder und Jugendliche, eine Seniorengruppe und die Gäste des Festes evakuiert und in Sicherheit gebracht werden. Die Verletzten sollten nach Möglichkeit vor Ort medizinisch erstversorgt und anschließend in die umliegenden Krankenhäuser transportiert werden.

    Einen persönlichen Eindruck von der Einsatzbereitschaft des DRK machten sich dabei Landrat Jürgen Müller und der neue Chef der Herforder Feuerwehr, Karsten Buschmann. Müller setzte mit seinem Besuch ein deutliches Zeichen der Anerkennung für  die fast 2 000 Stunden ehrenamtlichen Einsatz des DRK in Corona-Krise. Er dankte den ehrenamtlichen Katastrophenschützern für ihre Arbeit in der aktuellen Ausnahmesituation.

    Er wies darauf hin, dass der Bund und die Länder für den Katastrophenschutz zuständig seien. Bei außergewöhnlichen Gefahren- und Schadenslagen auf regionaler Ebene sei hingegen gemeinsames Krisenmanagement durch das Land und den Kreis erforderlich. „Ein effizientes Zusammenwirken durch Land, Kreis und den beteiligten Hilfsorganisationen ist erforderlich, damit Gefahrenabwehr auch auf neue, außergewöhnliche Herausforderungen wie die Covid-19- Pandemie angemessen reagieren kann“, so Müller.

    „Wir können noch so viele theoretische Überlegungen anstellen, doch erst in einer groß angelegten Übung zeigt sich, ob unsere Überlegungen, was die Notversorgung und Betreuung von Betroffenen auch während der Covid-19-Pandemie angeht, der Praxis stand- halten“, erläutert Kreisrotkreuzleiter Niko Dürkopp die ebenso von Bedeutung wie die Umsetzung der Vorgaben am Einsatzort.“

    Müller hob nochmals hervor, dass das DRK in Herford ein „unverzichtbarer Partner im Katastrophen- und Zivilschutz“ im Kreis sei. Gleichzeitig betonte er, dass er die Stärkung des Ehrenamtes in Hilfsorganisationen im Kreis Herford weiterhin unterstützen werde. Denn Ehrenamtliche benötigten für ihre Arbeit gute Rahmenbedingungen und seien gemeinsam mit dem Hauptamt im Katastrophenfall unverzichtbar. Neue Westfälische

  • Landesverband Westfalen-Lippe - Klausurtagung des Präsidiums

    In einer zweitägigen Klausur hat das Präsidium des Landesverbandes gemeinsam mit Vorstand und Abteilungsleitungen die strategische Ausrichtung geschärft. Mit Unterstützung durch Dr. Andreas Siebe, der als Zukunftsingenieur die strategische Beratung und unternehmerische Begleitung namhafter Unternehmen und Organisationen vollzieht, konnte man sich zwei Tage auf strategische Fragen des DRK in Westfalen-Lippe konzentrieren. Methodisch wurde das Instrument der Szenario-Managements eingesetzt. Zunächst wurden aktuelle Trends und die Umfeldentwicklung als strategische Früherkennung erarbeitet. Anschließend wurden in Form eines strategischen Controllings die vier strategischen Dimensionen „Wirtschaftlichkeit“, „Dienstleistung und Qualität“, „Verzahnung von Ehrenamt und Hauptamt“ sowie „Innovation und Verantwortung“ anhand der bisherigen Umsetzungsergebnisse bewertet und mit den strategischen Zielen abgeglichen. Auf dieser Grundlage konnten dann die erkannten Trends für eine Adjustierung der Zielsetzung genutzt werden, um die strategische Ausrichtung neu zu fassen. Ergebnisse der Klausur ist beispielsweise, dass dem höheren Bedarf an Ehrenamtlichen bei veränderter Gesellschaft durch gezielte Aktivitäten begegnet werden soll. i+t

     

Ausgabe Oktober 5/2020 - Seite 10

  • Zum zweiten Mal: „Socken für Soziales“

    Angeknüpft an den Erfolg von 2019 veranstaltete das DRK in Westfalen-Lippe unter dem Motto „Socken für Soziales“ in der Woche vom 21. bis zum 26. September erneut Aktionstage zur Kleiderspende. Mehr als 70 DRK-Einrichtungen beteiligten sich und unterstützten somit – wie auch alle Spender*innen – zusätzlich den Gedanken der Nachhaltigkeit. DRK DRK-Kreisverband Tecklenburger Land hat mit 5 Tonnen gesammelter Altkleider das Rennen gemacht, dicht gefolgt vom Kreisverband Borken (knapp 4,8 Tonnen). Auch im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe wurde rund 1 Tonne gesammelt. Vielen Dank allen Beteiligten! i+t

  • DRK-Kreisverband Bochum: Radtour trotz Handicap

    In Bochum begegnen einem seit September Fahrräder mit Sofas. Mit speziell ausgebildeten Rikschafahrer*innen eröffnet das DRK Bochum Menschen mit Mobilitätseinschränkung und anderen Handicaps wieder die Möglichkeit, an kleinen Radtouren teilzunehmen. Das Konzept greift: Schon bei den Teilnehmer*innen der Testfahrten sah man strahlende Gesichter – trotz der Masken.

    Die offizielle Übergabe der Rikschas fand im DRK Zentrum Bochum Weitmar unter Anwesenheit der politischen Prominenz aus Bochum statt. Sichtlich großen Spaß an den Einweihungsfahrten hatten, neben dem Oberbürgermeister, auch die Bewohner und Bewohnerinnen unserer Pflegeeinrichtung „Haus der Generationen".

    Die Grundidee der Fahrrad-Rikschas hatte ein junger Däne. Dieser fuhr in seiner Heimatstadt Senioren spazieren. Dabei stellte er regelmäßig fest, dass die Senioren, die er fuhr, ausgeglichener und zufriedener wirkten. Selbst bei Menschen mit sehr schwerer Demenz zauberte er ein Erinnerungslächeln in Ihr Gesicht. Das brachte Anna Wischnewski, die DRK Quartiersprojektleitung auf den Plan. Eine neue Idee fürs Quartiersprojekt war entstanden. Anfangs oft belächelt, verfolgte sie dieses Projekt beharrlich und gewann immer mehr Interessenten und Unterstützer. Dabei war sie von Anfang an überzeugt, dass eine solche Rikschafahrt die Mobilität, Selbstbestimmung und soziale Teilhabe bei Menschen mit Handicap fördert. Und wie sich schon bei den Einweihungsfahrten zeigte, sollte sie mit Ihrer Vermutung recht behalten. Trotz der Masken sah man bei den Teilnehmer*innen der Testfahrten überall strahlende Gesichter. 

    Bevor es aber zum ersten Ausflug mit den Senior*innen kam, mussten die Fahrer*innen eine spezielle Ausbildung mit Erste-Hilfe-Kurs, Fahrradtechnik, Umgang mit kleineren Reparaturen, Unterstützende Hilfe beim Aus- und Einsteigen in die Rikscha und vor allem mit viel Fahrpraxis durchlaufen. Und nur diese ausgebildeten Fahrer, dürfen die Senioren auch kutschieren, denn es ist nicht so einfach wie es aussieht dieses Gefährt sicher zu steuern. Zukünftig möchte das DRK Bochum mit seinen ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern einen regelmäßigen Fahrservice mit den Rikschas anbieten. Dabei begrenzt sich dieses Angebot aber nicht nur auf die Bewohnerinnen und Bewohner der eigenen Pflegeeinrichtung, sondern soll darüber hinaus für strahlende und glückliche Gesichter im Quartier sorgen. Wir wollen, dass auch die Menschen, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, mit dem Rad am Straßenverkehr teilzunehmen, sich den bekannten Fahrtwind um die Nase wehen lassen. 

    Damit die Fahrer*innen nicht vorher noch ein Fitnesstraining durchlaufen müssen, sind die Fahrradrikschas, sehr zur Freude der Fahrer*innen, in der E-Bike Ausführung ausgewählt worden.

    Als Wetterschutz dient ein Verdeck, in einem zusätzlichen Staufach unter dem Sitz befinden sich Decken, aber ein Taxameter sucht man bei den Rikschas vergeblich. Die Finanzierung fand über das Land NRW statt. Die Kommune ist Besitzer der Rikschas und per Nutzungsvertrag stehen die Rikschas nun dem DRK Bochum und seinen Kooperationspartnern zur Verfügung. Das Angebot einer Rikschafahrt für die Senioren unserer Stadt grundsätzlich kostenfrei. Hier hoffen wir trotzdem, auf weitere Spendengelder für Versicherung, Wartung und Pflege, damit ein solch schönes, gesundes und wichtiges Projekt lange Bestand hat.  Nun heißt es, die schönen Herbsttage können kommen – wir sind startbereit. Wolfgang Schieren

  • Verdienstmedaille für Petra Trogisch

    Anlässlich der diesjährigen Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein wurde die stellvertretende Kreisrotkreuzleiterin Petra Trogisch mit der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe ausgezeichnet. 

    Nilgün Özel, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, überreichte diese hohe Auszeichnung. Sichtlich überrascht, erhielt Petra Trogisch eine Laudatio über ihr bisheriges ehrenamtliches und vielfältiges Engagement im DRK.

    „Als der Antrag für die Verdienstmedaille für Petra Trogisch im Landesverband besprochen wurde gab es keinen Zweifel, dass Petra es mehr als verdient hat“, sagte Nilgün Özel. 

    Das Interesse von Petra Trogisch an der aktiven Rotkreuzarbeit wurde durch einen Erste-Hilfe-Lehrgang im September 2010 geweckt. Danach folgte der Eintritt in die Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Kaan-Marienborn e.V.. Die darauf folgenden Jahre im Ortsverein waren von hohem Einsatz und ständiger ehrenamtlicher Aktivität geprägt. Die Teilnahme und Mitgestaltung der regelmäßigen Dienstveranstaltungen im Ortsverein war für sie selbstverständlich. Neben den bekannten Rotkreuzaufgaben wie Sanitätswachen, Kleidersammlungen, Mitarbeit bei Blutspendeterminen, Haus- und Straßensammlungen hat Petra Trogisch über viele Jahre hinweg an zahlreichen verbandsinternen Fort- und Weiterbildungen teilgenommen. Seit November 2014 ist sie stellv. Kreisrotkreuzleiterin, ebenfalls ist sie seit November 2014 stellv. Leiterin des Kreisauskunftsbüro (KAB) und der Personenauskunftsstelle (Pass). Seit 2019 kümmert Petra Trogisch als Kreisblutspendebeauftragte um das ehrenamtliche Engagement bei Blutspendeterminen. Im Rahmen der aktuellen Covid-19 Pandemie war Petra Trogisch in alle DRK-Einsätze in Siegen-Wittgenstein, aber auch in Berlin und Gütersloh eingebunden und im Einsatz.  Marcus Sting / i+t

  • Evakuierung in Münster-Mauritz - DRK-Kreisverband Münster im Großeinsatz

    Die Entschärfung von Kriegsbomben am 20. September 2020 erforderte die größte Evakuierung in Münsters Stadtgeschichte. Zunächst waren Blindgänger an fünf Stellen im Stadtteil Mauritz vermutet worden. Die Freilegung ergab, dass Metallschrott an drei der fünf Verdachtspunkte falschen Alarm ausgelöst hat. Entschärft werden mussten schließlich zwei amerikanische Fliegerbomben von 125 bzw. 250 Kilogramm. 

    Zuvor hatten Beamte ein rund zwei Quadratkilometer großes Areal abgeriegelt. 16 000 Anwohner*innen mussten um 8 Uhr ihre Häuser verlassen. Auch mehrere Senioreneinrichtungen und das St.-Franziskus-Hospital mussten evakuiert werden. 1 000 Einsatzkräfte, darunter 264 aus den DRK-Kreisverbänden Münster, Borken, Recklinghausen, Tecklenburger Land und Warendorf, sorgten dafür, dass die Bürger*innen ihren Stadtteil verließen. Die Stadt hatte insgesamt 2 000 Plätze in sechs Notunterkünften bereitgestellt, die allerdings von nur 136 Anwohner*innen genutzt wurden. 

    Die fünf Teams des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärften die Bomben schneller als erwartet; um 13 Uhr konnten alle wieder in ihre Häuser zurückkehren. i+t

  • DRK-Kinderklinik Siegen: Examensfeier

    22 Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, und vier Medizinische Fachangestellte haben ihre Ausbildung an der DRK-Kinderklinik Siegen erfolgreich abgeschlossen

    Den Kasack gegen festliches Kleid bzw. schicken Anzug tauschten  26 junge Menschen am 11. September an der DRK-Kinderklinik Siegen. Hintergrund dafür war die Examensfeier, mit der die 22 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen und vier medizinische Fachangestelle ihren bestandenen Abschluss zusammen mit ihren Angehörigen und den Verantwortlichen aus dem BiGS und der Kinderklinik feierten.

    Der von Karin Gernhuber geleitete Kurs hat zudem von der integrativen Ausbildung durch die Kooperation mit dem Kreisklinikum Siegen und dem St.-Marien-Krankenhaus profitiert.

    Die vier Medizinischen Fachangestellten wurden in der Ambulanz der Abteilung Kinderchirurgie ausgebildet, wodurch ebenfalls eine praxisnahe Ausbildung sichergestellt werden konnte.

    So gut vorbereitet auf den neuen Lebensabschnitt, sehen die jungen Menschen nun einer perspektivreichen Zukunft im Gesundheitswesen entgegensehen. Zehn Pflegekräfte (eine Bewerbung steht noch aus)  sowie alle vier Medizinischen Fachangestellten wurden von der DRK-Kinderklinik bzw. dem MVZ Wellersberg in feste Anstellungsverhältnisse übernommen.

    Mit dem Kurs 2020 - 2024 ab Oktober 2020 fangen wieder 25 junge Menschen eine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachkraft an, für den April-Kurs  2021 - 2025 stehen noch einige Ausbildungsplätze für Schnellentschlossene zur Verfügung.

    Interessenten können sich gerne schriftlich bei der DRK-Kinderklinik bewerben oder sich unter 0271/2345-642 bzw. -632 bei den Bereichsleitungen Pflege informieren. Drei junge Medizinische Fachangestellte haben ihre Ausbildung bereits zum 01.08.2020 an der Kinderklinik begonnen.

    Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der DRK-Kinderklinik, Dr. Hasan Sürgit, zeigte sich in seiner kurzen Ansprache hoch erfreut  darüber, dass sich so viele junge Menschen für diesen verantwortungsvollen Beruf entscheiden und die Klinik so zumindest einen Teil des Bedarfs an Fachkräften mit Nachwuchskräften aus der Region decken könne. Auch Simone Hensel als Vertreterin der Leitungen im Bereich der Pflege betonte, dass die Berufsbilder in der Pflege inzwischen mehr Wertschätzung erfahren und man zudem gerade auch in Siegen sehr gute Perspektiven für die weitere berufliche Entwicklung habe. Arnd Dickel

    Informationen zur DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH:

    • Hoch spezialisierte Fachklinik für Kinder- und Jugendmedizin
    • Versorgung von jährlich 6 000 stationären Patient*innen und über 68 000 ambulanten Patient*innen
    • 144 Betten im stationären Bereich sowie 38 Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
    • Knapp 1 000 Mitarbeiter*innen - Ärzt*innen, Pflegekräfte, Psycholog*innen und Therapeut*innen
    • Interdisziplinarität: Die DRK-Kinderklinik ist mit ihrem umfangreichen Leistungsspektrum so breit aufgestellt, dass es für nahezu jedes Krankheitsbild einen eigenen Spezialisten gibt.
    • Zum multiprofessionellen Team der DRK-Kinderklinik Siegen gehören Kinder- und Jugendärzt*innen verschiedener Fachrichtungen, Kinderchirurg*innen und -anästhesist*innen, Kinder- und Jugendpsychiater*innen, das Pflegepersonal, ein breites Spektrum an Therapeut*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, Mitarbeiter*innen des sozialen Dienstes, Seelsorger*innen, Lehrer*innen und Erzieher*innen sowie die Klinikclowns. 
  • Zweites Düsseldorfer Rotkreuzfrühstück

    Zahlreiche Mitglieder des Landtages und der Landesregierung, unter ihnen der Staatssekretär im Ministerium des Innern Jürgen Mathies und der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Dr. Edmund Heller, konnten die Vorstandsvorsitzenden der beiden DRK-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe Hartmut Krabs-Höhler und Dr. Hasan Sürgit am 26. August 2020 beim zweiten „Düsseldorfer Rotkreuz-Frühstück“ begrüßen.

    Bei der Veranstaltung hat das DRK in Nordrhein-Westfalen am Sitz von Landtag und Landesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern der mit Rotkreuz-Aufgaben befassten Stellen in Parlament und Regierung aktuelle Fragen der Bewältigung des Coronavirus erörtert. Den Impuls lieferte der Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Heinsberg Lothar Terodde. 

    Der Kreis Heinsberg gilt in Deutschland als „Erstregion“ und Epizentrum der Pandemie. „Wir haben Strukturen, die greifen“, betonte Terodde in seinen Ausführungen über die Bewältigung der Corona-Krise im Kreis Heinsberg. Positiv hob er zudem die gut funktionierende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure zur Bewältigung der Krise hervor. Dennoch mahnte er: „Wir müssen das als Anlass nehmen, um für eine mögliche nächste Krise besser gerüstet zu sein.“ 

    Staatssekretär Dr. Edmund Heller nutzte die Gelegenheit, um im Namen der Landesregierung den Dank an die Hilfsorganisationen auszudrücken, „die einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise geleistet haben.“ i+t

Ausgabe August 5/2020 - Jugendrotkreuz Seite 8