Weiterführende Informationen zu Beiträgen der Ausgabe August 2020Weiterführende Informationen zu Beiträgen der Ausgabe August 2020

Weiterführende Informationen zu den Beiträgen der Ausgabe August 4/2020

Ausgabe August 4/2020 - Seite 6

  • „Gemeinsam für Münster": Bilanz 2019

    Bereits zum neunten Mal in Folge überreicht das Bündnis „Gemeinsam für Münster“, bestehend aus dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und dem Malteser Hilfsdienst (MHD) ihren Jahresbericht an Dezernent Wolfgang Heuer und Oberbürgermeister Markus Lewe. 

    „Münsters Hilfsorganisationen leisten einen erheblichen Beitrag für die Sicherheit der Menschen in Münster. Nicht zuletzt auch während der Corona-Pandemie stehen die Hilfsorganisationen der Stadt zuverlässig zur Seite“, so Oberbürgermeister Markus Lewe. Er bedankte sich bei den Vertretern der Münsteraner Hilfsorganisationen für das ehrenamtliche Engagement der vielen Helferinnen und Helfer.
    Im Jahr 2019 wurden über 65 000 ehrenamtliche Stunden geleistet, das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr. So waren neben den vielen gemeinsamen Sanitätsdiensten, z. B. bei verschiedenen Evakuierungen, dem Münster Marathon oder dem Münsterland-Giro insgesamt 920 hauptamtliche und 940 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Sicherheit in Münster im Einsatz. Die Zahl der Ehrenamtlichen ist zum Vorjahr um 13 Prozent gestiegen. Auch am „Tag der Ersten Hilfe“ haben sich die Hilfsorganisationen gemeinsam engagiert. „Das wollen wir auch in diesem Jahr wieder tun“, erklärt Tobias Jainta, der diesjährige Sprecher des Bündnisses.

    Natürlich beeinträchtigt die Corona-Pandemie auch die Bildungsarbeit der Hilfsorganisationen. „Unser Kursangebot, z. B. zur Ausbildung der Ersthelferinnen und Ersthelfer konnte mehrere Wochen nicht stattfinden. Als Bündnis arbeiten wir gemeinsam an Lösungswegen zur Wiederaufnahme unserer Kurse und unterstützen uns gegenseitig“, so Jainta.

    Ein besonderer Meilenstein wurde am 1. April dieses Jahres erreicht. Hier besetzten Münsters Hilfsorganisationen insgesamt zwei Rettungswagen und werden damit erstmals in den Regelrettungsdienst der Stadt Münster eingebunden. „Ein großartiger Moment, auf den die Hilfsorganisationen über Jahre hingearbeitet haben“, erklärt Tobias Jainta. Die Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses sind sich einig, ihre Zusammenarbeit lässt die Münsteraner Bürgerinnen und Bürger sicherer leben und auch im Notfall gut versorgt sein.

    Hier finden Sie den Jahresbericht 2019 zum Download.

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  • „Kampi“ und Puppe Paul auf der Rheinpromenade am Landtag NRW

    Auf Einladung des Landtagspräsidenten André Kuper war Sven Kampeter vom DRK-Kreisverband Herford-Land mit seiner Puppe Paul am Dienstag, 4. August 2020 auf der Rheinpromenade am Landtag in Düsseldorf in Aktion: Auf kindgerechte Weise brachte das Duo aus dem ostwestfälischen Bünde Jungen und Mädchen Grundkenntnisse in der Ersten Hilfe bei.

     

    Der Präsident des Landtags, André Kuper, sagte zum Besuch von „Kampi und Puppe Paul“: „Leider kann der Landtag wegen der Corona-Schutzmaßnahmen aktuell keine Besuchergruppen empfangen. Trotzdem erleben viele Bürgerinnen und Bürger aktuell ihr Parlament vor Ort, jetzt halt open air vor dem Parlamentsgebäude am Rheinufer. Der Besucherdienst informiert montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr über die Arbeit der Abgeordneten, das Rednerpult kann besichtigt und benutzt werden und Kinder bemalen Wunsch-Steine für die Steinschlange des Landtags. Ein Highlight war heute der Besuch des Deutschen Rotes Kreuzes: Sven Kampeter und Puppe Paul vom DRK-Kreisverband Herford Land zeigten Kindern an einem Wagen des DRK Wuppertal, wie Erste Hilfe funktioniert. „Ich finde es klasse, wenn schon Kinder lernen, wie man im Notfall helfen kann.“

    Seit 19 Jahren besucht Sven Kampeter alias „Kampi“ mit seiner Puppe Paul ehrenamtlich Kindergärten und Grundschulen, um Kindern spielerisch das Absetzen eines Notrufs, das Aufstellen eines Warndreiecks oder den Umgang mit Verbandsmaterial beizubringen.

    Das Projekt des Kreisrotkreuzleiters Sven Kampeter wurde schon mit einigen Auszeichnungen gewürdigt:  Vom DRK-Landesverband Westfalen-Lippe gab es die Verdienstmedaille, vom Westdeutschen Rundfunk den „Ehrwin des Monats". Auch zum Sommerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue waren „Kampi und Puppe Paul" schon eingeladen, und nicht zuletzt gehörte Sven Kampeter zur zehnköpfigen Bürgerdelegation, die Nordrhein-Westfalen bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2019 in Kiel vertreten hat.   i+t

  • DRK-Kreisverband Olpe startet Crowdfundingaktion

    Der DRK-Kreisverband Olpe hat auf der Plattform WIRWUNDER der Sparkasse eine Crowdfundingaktion gestartet, um Notebooks anzuschaffen, die Kindern mit geringen Möglichkeiten die Chance bieten, digitale Unterstützung beim Lernen zu erhalten.

    Yasemin Aydin als Ehrenamtskoordinatorin in der Flüchtlingsarbeit und Aydan Abai von der Integrationsagentur des Mehrgenerationenhaus des DRK-Kreisverbandes in Olpe betreuen dieses Projekt: „Gerade in ländlichen Regionen haben Kinder Schwierigkeiten, am digitalen Unterricht teilzunehmen, weil sich die Familien entweder nicht die technische Ausstattung leisten können oder keine ausreichende Internetleitung zur Verfügung steht. Insbesondere können Eltern mit Zuwanderungsgeschichte ihren Kindern nur selten bei den Hausaufgaben behilflich sein. Daher möchten wir mit einem Pool (mehrsprachiger) Ehrenamtlicher und freizugänglicher Computerarbeitsplätze unser Angebot der Hausaufgabenhilfe in digitaler Form anbieten, um möglichst vielen Grundschülern die nötige Unterstützung zu geben. Daher benötigen wir Spenden zur Beschaffung von Notebooks und den nötigen Lizenzen für Office-Programme.“

    In Kooperation mit lokalen Schulen und anderen sozialen Einrichtungen sollen Ehrenamtliche gewonnen und Räumlichkeiten, inkl. kostenloser Internetverbindungen, vor Ort angeboten werden. Idealerweise sollen Schüler höherer Jahrgänge mit und ohne Migrationshintergrund als Hausaufgabenhelfer*innen für Grundschüler gewonnen werden, da sie zum Einen eine höhere Affinität für digitale Medien mitbringen und es sich zum Anderen auch um eine wertvolle Erfahrung für jene Schüler handelt, die sich einen Beruf als Lehrer/in bzw. im sozialen Bereich vorstellen können. Auch Erwachsene jeglichen Alters sind willkommen, die sich gerne engagieren möchten und gute Kenntnisse in den Grundfächern Mathematik, Deutsch und Englisch mitbringen. DRK-Kreisverband Olpe

     
    Der DRK-Kreisverband Olpe freut sich über viele Unterstützer. Unter folgendem
    Link kann für das Projekt gespendet werden: https://bit.ly/3kwrbB8  

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  • DRK-Kreisverband Unna startet in neues Konzept der „Praxisintegrierten Erzieher*innen-Ausbildung“

    „Willkommen im Team!“ heißt es heute, bzw. spätestens nach dem Ende der Ferien für insgesamt neun „Praxisintegrierte Auszubildende“ in unseren Kitas. Ab dann werden die Nachwuchs-Erzieher*innen regelmäßig zweimal pro Woche vor Ort im Einsatz sein, ihre festen Gruppen, vertraute Kinder und eine feste Praxisanleiter*in haben, mit Hilfe derer sie so von Beginn an nach Herzenslust Praxiserfahrungen sammeln können.

    Ein Novum für den DRK-Kreisverband  und auch für viele Berufsschulen noch ein recht neues Konzept. Denn nachdem die Erzieher*innen-Ausbildung bis vor kurzem ausschließlich aus einer Kombination aus zwei Jahren schulischer Ausbildung und einem einjährigen Berufspraktikum bestand, geht es nun auch anders: Ähnlich wie bei anderen dualen Ausbildungen besuchen die sogenannten „PIAs“ im ersten Jahr drei Tage die Schule und sind in der Einrichtung. Ab dem zweiten Jahr dreht sich dieses Verhältnis und die Praxis in der Kita nimmt einen noch größeren Raum innerhalb der Ausbildung ein.

     „Durch ihre regelmäßige Anwesenheit in der Kita können die Auszubildenden wesentlich leichter die die einzelnen Entwicklungsschritte der Kinder miterleben und so viele entwicklungspsychologische Aspekte, die in der Schule thematisiert werden, direkt am Kind erleben“, weiß Kita-Leiterin Stefanie Kamp aus Holzwickede die Vorteile der engen Verzahnung aus Theorie und Praxis zu schätzen. „Außerdem gehören die PIAs von Beginn an richtig zum Team, nehmen regelmäßig an internen Sitzungen teil, lernen es Absprachen zu treffen und innerhalb des Erzieher*innen-Kollegiums ihren Platz zu finden.“

    Das begeistert auch Nadine Deiters, die Fachbereichsleiterin für den Bereich Kindertageseinrichtungen beim DRK-Kreisverband Unna: „Wir freuen wir uns sehr, den PIAs in unseren Einrichtungen nun drei Jahre lang die Werte, Leitgedanken und pädagogischen Überzeugungen des Roten Kreuzes vermitteln zu können. So entsteht nochmal eine ganz andere, sehr enge Verbundenheit zwischen den Auszubildenden und uns als Träger.“

    Ein weiterer entscheidender Vorteil des Angebotes, der Sicherheit gibt und bereits im Vorfeld für hohe Bewerberzahlen und viele Interessenten sorgte: Die PIAs erhalten von Beginn ihrer dreijährigen Ausbildung ein regelmäßiges festes Gehalt.

    Neue Wege bieten Raum zur Mitgestaltung

    „Dass das Konzept noch so neu ist, gibt uns viele Mitgestaltungsmöglichkeiten“ sieht Nadine Deiters spannende Potenziale für die kommenden Jahre. In den vergangenen Monaten wurden deshalb enge Kooperationsvereinbarungen mit den umliegenden Berufsschulen geschlossen. „So können wir gemeinschaftlich an den Lehrplänen arbeiten, damit sich die schulischen Inhalte später auch in der Praxis widerspiegeln und umgekehrt.“ Dazu soll es in Zukunft nicht nur regelmäßige Kooperationsgespräche mit den Berufsschulen, sondern auch eine DRK-interne AG der PIA-Anleiter*innen geben. Schließlich starten im Kreisverband Unna nicht nur neun Auszubildende, sondern auch neun Praxisanleiter*innen in eine neue Aufgabe, bei der sie vom gemeinsamen Austausch nur profitieren können.  

    Gleichzeitig beginnt in den DRK-Kitas aber natürlich auch weiterhin die Praxisphase für diverse Jahrespraktikant*innen, die den bisherigen Weg über zwei fachtheoretische Jahre in der Schule und ein anschließendes einjähriges Berufspraktikum gewählt haben. DRK-Kreisverband Unna

  • DRK-Kreisverband Herford-Stadt: Blutspende im Kreishaus

    Seit jeher verzeichnet der DRK-Blutspendedienst ein „Sommerloch“ bei den Spendeterminen in den Sommerferien. Die Corona-Pandemie erschwert die Situation zusätzlich. Allein im Juli gab es durchschnittlich zehn Prozent weniger Beteiligte als erwartet. Der DRK-Kreisverband Herford-Stadt lud gemeinsam mit Landrat Jürgen Müller, der sich selbst an der Blutspende beteiligte, am 7. August zum „Aderlass“ ins Kreishaus ein. 

    „Es ist überlebenswichtig, dass wir genügend Blutspenden haben, deshalb bin ich dabei und werbe für diese lebensnotwendige Aktion. Es hilft allen Menschen im Kreis Herford und unseren Kliniken, die auch für Operationen dringend Vorräte benötigen. Wir müssen alles dafür tun, die medizinische Versorgung im Kreis Herford zu sichern", so Müller.

    Die Aktion wurde gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz geplant. Die regional tätigen Blutspendedienste des DRK sind verantwortlich für die flächendeckende, umfassende Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland mit Blutpräparaten. Die Urlaubssaison und Corona reißen eine große Lücke in die Zahl der Blutspenden. Wegen der Corona-Pandemie können viele Blutspende-Termine derzeit nicht durchgeführt werden, dazu gehören vor allem die regelmäßigen Aktionen in Unternehmen und Universitäten. Der monatliche Herforder Blutspendetermin kann beispielsweise nicht mehr im DRK-Haus stattfinden; die Blutspendemobile dürfen nicht mehr unterwegs sein. Die Sommerferienzeit sorgte zusätzlich für sinkende Spenderzahlen. 

    Bundesweit fehlt es an Blutspenden, erklärt Ralf Hoffmann, Kreisgeschäftsführer des DRK Herford-Stadt: „Wir sind in Sachen Blutspenden derzeit in einer schwierigen Lage. Über alle Blutgruppen hinweg fehlt es an ausreichenden Blutspenden. Weil auch bestimmte Blutbestandteile nur kurz haltbar sind, benötigen wir regelmäßig Nachschub. Wir - und damit meine ich das DRK und letztendlich alle Menschen im Kreis Herford – sind dringend auf Blutspenden angewiesen, deshalb bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, eine Blutspende zu leisten.“ 

    Die DRK-Blutspendedienste beobachten die Corona-Lage sehr aufmerksam und stehen hierzu in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen sehr hohen Schutz für Blutspendende und Empfangende. Schon immer galt: Menschen mit grippalen Infekten oder Erkältungs-Symptomen sollen sich erst gar nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen. Sie werden nicht zur Blutspende zugelassen. Begleitpersonen und Kinder von Blutspendern dürfen aus Infektionsschutzgründen das Blutspendelokal leider derzeit nicht betreten. 

    Blutspender werden gebeten, wenn möglich einen eigenen Kugelschreiber zu benutzen.
    Blutspender werden nicht auf Corona getestet - für die Übertragbarkeit des Coronavirus durch Blut und Blutprodukte gibt es keine Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar. Ständig aktualisierte Infos gibt es unter https://www.blutspendedienst-west.de/corona. DRK-Kreisverband Herford-Stadt / i+t

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  • DRK-Landesverband Westfalen-Lippe: Digitale Fiaccolata 2020

    Jedes Jahr reisen tausende Menschen nach Norditalien, um dort an dem traditionellen Fackelzug (italienisch = Fiaccolata) des Italienischen Roten Kreuzes zum Gedenken an die Anfänge der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung teilzunehmen. Wegen der Corona-Pandemie musste die Fiaccolata in diesem Jahr ausfallen. Deshalb rief der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe dazu auf, am Mittwoch, 24. Juni eine Kerze als ein hoffnungsvolles Licht für Menschlichkeit anzuzünden, diese zu fotografieren und das Foto zusammen mit dem Hashtag der Aktion #fiaccolata2020 am 24. Juni um 18:59 Uhr in den Sozialen Medien hochzuladen. 

    Hintergrund: 
    Am 24. Juni 1859 wird der Schweizer Henry Dunant auf einer Geschäftsreise mit den Konsequenzen der Schlacht von Solferino konfrontiert, einer der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte. Die Schlacht gilt als Geburtsstunde des Roten Kreuzes: In den Tagen nach der Schlacht wurde die etwa acht Kilometer entfernte Stadt Castiglione delle Stiviere durch die Aktivitäten von Rotkreuzbegründer Dunant zum Mittelpunkt der Hilfeleistungen für die Verwundeten. Um daran zu erinnern, veranstaltet das Italienische Rote Kreuz das erste Mal im Jahr 1992 einen Fackelzug von Solferino nach Castiglione delle Stiviere. Das Deutsche Rote Kreuz in Berlin hat die Idee aus Westfalen-Lippe aufgegriffen und bundesweit zu einer digitalen Fiaccolata am 24. Juni aufgerufen. i+t

August 4/2020 - Seite 10

  • Ministerin Scharrenbach bittet um Räume für Blutspenden

    Wegen der Corona-Pandemie hat das DRK Schwierigkeiten, geeignete Räume nutzen zu können: Schulen benötigen mehr Zeit und Räume für den Unterricht, und andere Orte entsprechen nicht den Corona-Standards, weil z. B. Mindestabstände nicht gewährleistet sind. „Deshalb bitte ich die Bürgermeister*innen, die Landrät*en und die Oberbürgermeister*innen, geeignete Räume für die Blutspende zur Verfügung zu stellen“, so Scharrenbach bei einer Blutspendeaktion am Ministerium des Innern für Bau und Heimat am 23. Juni. Mit von der Partie waren auch Präsident Dr. Fritz Baur und Vorstandsvorsitzender Dr. Hasan Sürgit sowie wie Dr. Sascha Rolf Lüder, Leiter des Rotkreuz-Büros NRW. i+t

  • Dr. Hasan Sürgit zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates der DRK-Kinderklinik Siegen berufen

    Nachdem Ludger Jutkeit Mitte Juli aus persönlichen Gründen vom Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der DRK-Kinderklinik Siegen zurückgetreten ist, hat das Präsidium des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe mit der Berufung von Dr. Hasan Sürgit unmittelbar die Nachfolge im Aufsichtsrat der DRK-Kinderklinik Siegen geregelt. Damit ist das Gremium vollständig und kann sich den anstehenden Aufgaben widmen. Als Vorsitzender des Vorstandes des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe ist Dr. Sürgit als Gesellschaftervertreter der DRK-Kinderklinik bereits seit einigen Jahren sehr gut über die Entwicklung der Klinik informiert. 

    Die DRK-Kinderklinik und ihre Tochtergesellschaften stehen aus Sicht des Hauptgesellschafters DRK-Landesverband Westfalen-Lippe gut da und konnten auch die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise meistern. Daher stellt für den DRK-Landesverband und den Aufsichtsrat die Regelung der Nachfolge der scheidenden  Geschäftsführerin Stefanie Wied, die sich Ende September neuen beruflichen Aufgaben widmen wird, eine wesentliche Aufgabe dar. Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Aus diesem Grund hat man sich entschieden, Dr. Martin Horchler, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein zum Interims-Geschäftsführer zu berufen. Damit ist eine durchgängige Handlungsfähigkeit und Ansprache der Geschäftsführung der DRK-Kinderklinik gesichert. Gemeinsam mit Stefanie Wied wird nun eine tragfähige Übergangslösung erarbeitet, um die medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen in Siegen-Wittgenstein weiterhin in der gewohnten Qualität sicherzustellen. i+t

  • Münsteraner Landtagsabgeordnete zu Besuch beim DRK-Landesverband Westfalen-Lippe

    Am Montag, 22. Juni 2020, besuchten die Münsteraner Landtagsabgeordneten Simone Wendland und Dr. Stefan Nacke die DRK-Landesgeschäftsstelle in Münster. Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, und Dr. Hasan Sürgit, Vorstandsvorsitzender des Verbandes, informierten sie über die Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes im Allgemeinen und den westfälisch-lippischen Landesverband im Besonderen. 

    Unter anderem wurde die Bedeutung des gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes erörtert. Die Corona-Pandemie habe den hohen Stellenwert ausreichender Vorbereitungen deutlich gemacht, so Dr. Baur. „Das DRK und die anderen anerkannten Hilfsorganisationen im Bevölkerungsschutz verfügen hier über langjährige Erfahrungen. Es ist sinnvoll und ressourcenökonomisch, hierauf – insbesondere bei der Vorhaltung und Bereitstellung von in Krisensituationen benötigten Gütern wie zum Beispiel Infektionsschutzsets – zurückzugreifen.“ 

    Aufgrund ihrer flächendeckenden und vernetzten Struktur könnten das Deutsche Rote Kreuz und die anderen anerkannten Hilfsorganisationen  zu einer weiteren Verstärkung des Bevölkerungsschutzes in NRW beitragen. „Wir stehen dafür zur Verfügung“, bekräftigte der DRK-Landesverbandspräsident. Beispiel für die Einsatzstärke des Roten Kreuzes war die Lage im Kreis Gütersloh, wo das DRK mit Beprobungsteams unterstützte.

    Für die Versorgung der in Quarantäne befindlichen Personen wurde ein weiterer Einsatzabschnitt aufgebaut, der ebenfalls dem DRK unterstand. Das DRK stellte die Versorgung der unter Quarantäne gestellten Menschen durch die Bereitstellung von Lebensmittelpaketen und von Gegenständen des dringenden persönlichen Bedarfs wie zum Beispiel Hygieneartikel sicher. i+t 

  • Kita „Krümelkiste“ in Dielingen wird erweitert

    Der DRK-Kreisverband Altkreis Lübbecke investiert für den Ausbau der Kita „Krümelkiste“ in Dielingen 350 000 Euro und schafft somit Platz für weitere 100 Kinder. Die Fertigstellung der hochwertigen Räumlichkeiten ist für den Spätsommer 2020 geplant. Am 29. Juni wurde bereits Richtfest gefeiert.

    „Im Spätsommer 2020 freuen wir uns auf die Einweihung des neuen Anbaus“, blickt der DRK-Kreisvorsitzende Hans-Dieter Harland optimistisch auf die geplante Fertigstellung am traditionellen Standort am Koppelweg. „Ortsnahe Kinderbetreuung in Dielingen stärkt einen unserer wichtigen Siedlungsschwerpunkte“, ergänzte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat.  Der Ausbau der Kita leistet dem wachsenden Bedarf an Kinderbetreuung Genüge. DRK-Kreisverband Altkreis Lübbecke / i+t

  • DRK-Kreisverband Wattenscheid: 9 500 selbstgenähte Alltagsmasken

    Rund 9 500 selbstgenähte Alltagsmasken hat das Deutsche Rote Kreuz aus Wattenscheid mit Projektleiter Ralf Frede an Menschen, die der Risikogruppe angehören, Schulen, Vereine, Verbände und Senioreneinrichtungen in Bochum und Wattenscheid kostenfrei ausgegeben. Ende Juni 2020 war Schluss: „Wir haben hier eine tolle Unterstützung von 87 freiwilligen Näherinnen und Nähern sowie vielen Materialspendern aus der Bevölkerung in den letzten 12 Wochen erhalten, die wir via soziale Medien oder Presseaufrufe für unser Projekt gewinnen konnten“, erklärt Ralf Frede. Die Reste der bereits produzierten Masken verteilte er nun an soziale Einrichtungen und Schulen in Wattenscheid.

    Ralf Frede blickt zurück auf eine aufregende Zeit: „Es war schön, aber stellenweise auch ganz schön anstrengend.“ Alle ehrenamtlichen Unterstützer seien über Wochen bei dem Maskenprojekt dabeigeblieben. Es musste aber die Versorgung mit den Rohstoffen organisiert, Nähanleitungen verteilt, fertige Masken abgeholt und verpackt, soziale Einrichtungen oder Schulen mit Alltagsmasken beliefert und die Kommunikation mit den vielen Freiwilligen aufrecht gehalten werden. Zudem wurden auch in der Geschäftsstelle des DRK in Wattenscheid zahlreiche Ausgabetage für die selbstgenähten Masken an Risikogruppen durchgeführt, „natürlich kontaktlos".

    Als in Deutschland die Maskenpflicht am 27. April eingeführt wurde, „waren wir mit unserem `Behelfsmasken-Projekt` und unseren Freiwilligen schon lange gestartet, dennoch hat es durch die Vorgaben der NRW-Landesregierung noch einmal eine enorme Nachfrage gegeben. An den Folgetagen haben wir wahnsinnig viele Anrufe oder Emails erhalten", erzählt der Rotkreuzler.

    „Das Schönste an dem Projekt war die Dankbarkeit der Menschen", betont Ralf Frede. Die Ehrenamtlichen konnten mit Freude ihre Masken verteilen. „Wie überrascht viele Leute manchmal waren, als wir ihnen sagten, dass wir die Masken verschenkten. Das fand ich total schön und war für die eigene Motivation durchaus förderlich.“

    Während der Projektlaufzeit konnten die Rotkreuzler ganz wunderbare Menschen mit einer tollen Einstellung kennen lernen, die gezeigt haben, wie man in der Coronakrise anderen Menschen auch von daheim beistehen kann!

    Die 11-jährige Lucy aus Schleswig-Holstein war ein solcher Mensch, denn sie hat sich fleißig daheim an Mutters Nähmaschine gesetzt und neben der Versorgung von Verwandten und Freunden, auch am DRK-Projekt in Wattenscheid zum eigenständigen Nähen eines Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes im hohen Norden der Republik beteiligt. „Sie hat uns hier gleich 45 Masken in einem Paket zugesendet und für die Verteilung zur Verfügung gestellt. Wahnsinn, wir waren absolut begeistert und schwer beeindruckt“, berichtet Ralf Frede voll des Lobes. „Schon Erich Kästner hatte einen guten Gedanken, als er schrieb: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Genau diesen Gedanken lebt die kleine Lucy absolut vorbildlich und bleibt sicher auch für so manchen Erwachsenen damit ein wahres Vorbild!"

    Dass sich die Menschen aus allen Ecken Bochums wegen einer Maske beim DRK meldeten, freute den Vollblut-Rotkreuzler jedes Mal aufs Neue. Auch wenn das Telefon zu Hoch-Zeiten kaum still stand. Am wichtigsten war im Projekt, dass die sozialen Einrichtungen in der Stadt mit Alltagsmasken ausgestattet wurden. „Da war uns allen sofort klar, die brauchen das dringend.“ So profitierten zum Beispiel das Alten- und Pflegeheim des DRK-Kreisverbandes Bochum, die LWL-Klinik für Menschen mit psychischen Erkrankungen, der Hospizverein Wattenscheid, diverse Schulen aus Bochum und Wattenscheid, die AWO-Sozialstation, Pflegestationen sowie zahlreiche Senioreneinrichtungen von der Maskenaktion.

    „Wir möchten uns nun ausdrücklich bei allen bedanken, die diese Aktion unterstützt haben. Unser größter Dank geht an alle Näherinnen und Näher - sie waren Spitze. Dank auch an alle, die Material gespendet haben. So geht Solidarität: Nicht reden sondern machen", resümiert Ralf Frede das Corona-Projekt des örtlichen DRK-Kreisverbandes. Nun wird schon an einer „Dankes-Veranstaltung" für die vielen Freiwilligen gearbeitet. „Die Art und Weise einer solchen Veranstaltung wird aber sicher erst durch das Maß der Lockerungen klar werden. Wir arbeiten daran."

    Und wenn es aufgrund der Corona-Entwicklungen vielleicht wieder notwendig werden sollte, wird das Deutsche Rote Kreuz seine Freiwilligen wieder zusammenholen, um den Menschen in der Stadt zu helfen. „Wenn der Bedarf nochmal da sein sollte, rücken wir natürlich wieder alle zusammen und nähen Masken." DRK-Kreisverband Wattenscheid

  • Jürgen Reuter seit 60 Jahren DRK-Mitglied

    Seit 1960 ist Jürgen Reuter ehrenamtliches DRK-Mitglied. Unter anderem absolvierte er diverse Auslandseinsätze: in Nigeria, Bangladesch, Thailand und Äthiopien und half bei Hochwasserkatastrophen. Jahrzehntelang sammelte er Rotkreuz-Exponate. Er und seine Frau Cäcilia hatten die ständig wachsende Sammlung im oberen Stockwerk ihres Privathauses untergebracht und wie selbstverständlich interessierten Besuchern Einblicke gewährt. Zuletzt herrschte dräuende Enge im privaten Dachgeschoss – eine Lösung musste her. Am 16. März 2013 ging ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung: Das Museum der Rotkreuzgeschichtlichen Sammlung in Schlangen konnte eröffnet werden. Er leitete das Museum bis Mai 2019.   

    Jürgen Reuter ist Träger der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe und des DRK-Ehrenzeichens des DRK-Bundesverbandes. Bei der Jahreshauptversammlung der Rotkreuzgeschichtlichen Sammlung in Westfalen-Lippe am 11. Mai 2019 in Schlangen  wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. i+t

Ausgabe August 4/2020 - Jugendrotkreuz Seite 12

  • „Kontaktlos in Kontakt bleiben“

    DRK-Ortsverein Herbern: Digitale Gruppenstunden

    Von Anfang an stand eins für die Gruppenleitungen des JRK-Herbern fest: Es muss weiterhin ein regelmäßiges Angebot für die Mitglieder geben. Die JRKler*innen sollen einen Ort zum Austausch haben, eine Zeit den Alltag vergessen können und Abwechslung bekommen.

    Die digitalen Gruppenstunden starteten. In wöchentlichen Videokonferenzen wurden altersspezifische Angebote geschaffen, sodass alle JRKler*innen im Alter von 6-27 Jahren des OV Herberns an einer digitalen Gruppenstunde teilnehmen konnten. Auch die AG-Stunden des Schulsanitätsdienstes der Profilschule Ascheberg wurden in Form der Videokonferenz weitergeführt.

    Wie bei den Gruppenstunden in „Real-Life“ sind die Möglichkeiten in digitalen Gruppenstunden sehr vielfältig. Viele bekannte Spiele können mit ein wenig Kreativität oder mit Hilfe verschiedener Websites auch in einer Videokonferenz gespielt werden. Spiele wie „Montagsmaler*in“ oder  „Stadt-Land-Fluss“ machen besonders den älteren Mitgliedern Spaß. Bei Bewegungsspielen wie „Feuer-Wasser-Blitz“, „1,2, oder 3“ oder „Herr*in des Hauses“ können sich auch energiegeladene Kinder auspowern und so einen Ausgleich erlangen. In Kreativangeboten bastelten die Jüngsten im Alter von 6-10 Jahren z.B. Muttertagskarten zum Verschenken. Auch bei den Älteren werden Kreativaufgaben mit eingebunden, um z. B. über eigene Wertevorstellungen und die Grundsätze zu sprechen. Die sonst praxisorientierte Erste Hilfe kann auch online sehr viel Spaß machen. In unterschiedlichen Formen eines Quiz können alle ihr Wissen unter Beweis stellen und Neues dazu lernen, über ein Kreuzworträtsel kann gemeinsam überlegt und gegrübelt werden und zu Bildern aus der Notfalldarstellung sich eine mögliche Behandlungsabfolge überlegt werden. Während der Gruppenleitungstreffen wurde viel gelacht und Neues ausprobiert, unter anderem Brot zu backen und ein 3-Gänge Menü zu kochen – digital, jede*r für sich, doch alle gemeinsam.

    Gruppenkinder und Gruppenleitungen freuen sich Woche für Woche auf das Wiedersehen, zusammen zu lachen, Spiele zu spielen und Themen der Ersten Hilfe zu vertiefen. Durch das große Interesse konnten bereits vielzählige digitale Gruppenstunden durchgeführt werden. Chiara Meistrell

    Osteraktion: Jugendrotkreuz überrascht das DRK-Altenzentrum und die Übergangseinrichtung zu Ostern

    Auch das Jugendrotkreuz (JRK) im DRK-Kreisverband Dortmund e. V. ist aufgrund der Corona-Pandemie von Einschränkungen betroffen und beschreitet neue Wege, um sich gesellschaftlich zu engagieren.

    24 Kinder und Jugendliche beteiligten sich in diesem Jahr an dem Projekt „Ostergrüße“. Insgesamt 250 Oster-Grußkarten mit kleinen Schokoladen-Tüten stellten die JRKler*innen her und brachten diese zum DRK-Altenzentrum in Lütgendortmund und der Übergangseinrichtung für Flüchtlinge in Derne. Eine besondere Herausforderung war es, die Übergabe kontaktlos zu gestalten. 

    Mit dem Projekt „Ostergrüße“ wollte das JRK den Menschen Trost spenden, die in dieser schwierigen Zeit zu Ostern keine Verwandten oder Freunde sehen konnten. Jörg Aderholz

    Foto: JRK Dortmund