Idee + Tat 2020Idee + Tat 2020

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  • Dezember 2020
  • Oktober 2020

    Weiterführende Informationen zu den Beiträgen der Ausgabe Oktober 5/2020

    • Ehrenzeichen für Bernd Tembrockhaus

      Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins Ochtrup am 21. September erhielt Bernd Tembrockhaus das Ehrenzeichen, die höchste Auszeichnung des Deutschen Roten Kreuzes. Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen Lippe, überreicht  ihm die Ehrung für seinen 60-jährigen Einsatz im Deutschen Roten Kreuz. 

      Tembrockhaus wurde 1959 als junger Mann in die aktive Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Ochtrup aufgenommen und engagierte sich von Beginn an mit großer Leidenschaft im Aufgabenfeld des DRK. Er arbeitete auch auf der nächsten Verbandsebene, dem Kreisverband Steinfurt, mit und bekleidete dort über 30 Jahre das Amt des Rotkreuzbeauftragt. Bis heute ist er der Rotkreuzbeauftragte mit der zweitlängsten Amtszeit für den Katastrophenschutz im Landesverband Westfalen Lippe. Aufgrund politischer Vorgaben zur Verschmelzung der politischen Kreise Steinfurt und Tecklenburg war es eine besondere Herausforderung die inhaltliche und konzeptionelle Zusammenführung der beiden Hilfsorganisationen, DRK Steinfurt und DRK Tecklenburg, umzusetzen. Zum einen sollten beide selbstständig bleiben, aber auch einen gleichen Standard auf der politischen Ebene erreichen. Mit seinem Stellvertreter im DRK Kreisverband Tecklenburg war er maßgeblich und verantwortlich an der Umsetzung dieser Vorgaben beteiligt. Hier wurde der Grundstein für eine bis heute andauernde Zusammenarbeit der zwei DRK-Organisationen in einem politischen Kreis gelegt. Auf diesen Vereinbarungen beruhen noch heute nach fast 40 Jahren die Vorgaben im K-Schutz des Kreises Steinfurt. Im Zuge seines Amtes als verantwortlicher Rotkreuzbeauftragter im K-Schutz war er ständiges Mitglied in den Krisenstäben des Kreises bei überregionalen Einsätzen. Einer der zeitaufwändigsten und anspruchsvollsten Einsätze war die Schneekatastrophe in Ochtrup im November 2005, als tausende Menschen über fast eine Woche ohne Strom in ihren Häusern ausharren mussten. Tembrockhaus war auch an der ersten konzeptionellen Umsetzung des MANV (Massenanfall von Verletzten) im Kreis beteiligt. Er war hauptverantwortlich, diese Konzeption in die DRK-Strukturen einzubringen. Erstmals fand dieses Konzept in der Praxis seine Anwendung beim Weltjugendtag 2005 in Köln und anschließend bei der Fußballweltmeisterschaft 2006.

      Neben diesen Tätigkeiten war er seit über 40 Jahren ständiges Mitglied im Vorstand des Ortsvereinsin Ochtrup und war an fast allen Entscheidungen des Ortsvereins beteiligt. DRK-Ortsverein Ochtrup / i+t

    • Kampgnenstart: NRW zeigt Respekt

      Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat am 25. August eine Kampagne gestartet, mit der es ein Zeichen gegen Gewalt an Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräften der Hilfsorganisationen setzt. Minister Herbert Reul beklagte in Düsseldorf die zunehmenden Attacken gegen Einsatzkräfte und betonte: „Wir stehen mit dieser Kampagne hinter den Menschen, die durch ihren Job, ihre Berufung oder auch ihr ehrenamtliches Engagement anderen Menschen helfen.“
       
      Das Ministerium hat dazu in einem ersten Schritt 30.000 Pins herstellen lassen, auf denen der Slogan „NRW zeigt Respekt!“ steht. Die  Bürgerinnen und Bürger können sie ab sofort über die Website des Innenministeriums bestellen (www.im.nrw.de, maximale Bestellmenge: zehn Stück) und tragen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Die Solidaritätskampagne geht auf eine Initiative aller Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag zurück. Die Abgeordneten hatten die Finanzierung von jährlich 100.000 Euro bis einschließlich 2022 gesichert.
       
      Reul sagte: „Immer häufiger sind Einsatzkräfte mit aggressivem Verhalten, verbalen Anfeindungen und physischen Angriffen konfrontiert. Jedes Jahr machen mehrere tausend Rettungskräfte, Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Hilfsdiensten, Polizistinnen und Polizisten in unserem Land diese Erfahrung. Uniformierte werden bei der Ausübung ihrer Arbeit behindert und gefährdet.“ Das sei zwar kein neues Phänomen, stellte der Minister fest: „Es ist aber in seiner Ausprägung und Wahrnehmung in dieser Form neu. Wer Rettungskräfte, Polizistinnen oder Polizisten angreift, greift uns als Gesellschaft an.“ Laut einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum waren 64 Prozent der befragten Brandschützer, Sanitäter und Notärzte mindestens einmal Opfer von Gewalt. i+t

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    • Innenminister Herbert Reul in Delbrück

      Am 29.08.2020 besuchte der NRW–Innenminister Herbert Reul die Zentralwache, den gemeinsamen Standort von Rettungsdienst, DRK, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei in der Stadt Delbrück.

      In einem 45-minütigen Statement stellte er sich unmissverständlich vor die Einsatzkräfte. „Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungsdienstkräfte werden immer häufiger angegriffen, beschimpft und beleidigt. Ich kann solche Angriffe nicht nachvollziehen und erwarte, dass jeder Fall zur Anzeige gebracht wird, egal ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst.“ 

      Zum Auftakt seines Besuchs in den DRK-Räumen bedankte er sich ausdrücklich für den großen ehrenamtlichen DRK-Einsatz im Kreis Gütersloh anlässlich des Coronaausbruchs im Sommer dieses Jahres. 

      Im Gespräch mit dem Minister erläuterte Helmut Westermilies, Mitglied im KV-Präsidium, 1980 Mitinitiator der Zentralwache, die ursprüngliche Intention der gemeinsamen Unterbringung von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und der vom DRK besetzten Rettungswache. „Die Zentralwache war bei Fertigstellung 1983 unter Einbindung des Katastrophenschutzes ein Pilotprojekt im Land NRW. Der Gebäudeteil des DRK konnte nur durch den enormen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte, den Mitteln des Kreisverbandes sowie der tatkräftigen Unterstützung der Stadt Delbrück und der KatS- Behörden realisiert werden.“ Angesichts der aktuellen Überlegungen zur Neuausrichtung des Gebäudekomplexes wies er rückblickend auf den hervorragenden Austausch zwischen den beteiligten Organisationen hin. 

      Beim gemeinsamen Rundgang durch das DRK-Gebäude erläuterte die Vorsitzende des DRK – Stadtverbandes Delbrück, Tanja Tolzmann, die positive Entwicklung der Rotkreuzarbeit in der Stadt. „Neben dem Katastrophenschutz und den Einsatzdiensten haben sich vielfältige soziale Angebote wie Mutter-Kind-Gruppen, eine Kleiderkammer, das Jugendrotkreuz, interkulturelle Gruppen u. v. m. unter einem Dach  entwickelt.“ 

      Rotkreuzleiter Roman Kristen war es abschließend noch einmal wichtig, die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Beteiligten zu unterstreichen, die in der Zentralwache aufgrund der räumlichen Nähe optimal funktioniert. 

      Mit dem Ausdruck eines großen Respekts und tiefer Dankbarkeit schloss der Minister seinen Besuch ab. „Ohne das zuverlässige Ehrenamt würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.“ Helmut Westermilies

    • DRK-Kreisverband Bielefeld: 108 Erstspender*innen

      Eine Blutspende kann Leben retten. Auch in Zeiten von Corona. Ob als Transfusion im Zuge der Krebstherapie, bei schweren Operationen oder nach einem Unfall – Krankenhäuser benötigen dringend Blutspenden, damit Patienten weiterhin mit Blutpräparaten behandelt werden können. Angesichts erhöhter Hygiene- und Sicherheitsstandards ist die Auswahl an geeigneten Räumlichkeiten begrenzt, in denen das Einhalten von Abstandregeln sichergestellt werden kann.

      Während der Corona-Pandemie ist so eine Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem DSC Arminia Bielefeld entstanden. Nach einem erfolgreichen Probelauf einer Blutspende im Frühjahr gab es jetzt einen ersten großen Blutspendetermin im Krombacher Stammtisch in der Schüco-Arena. Der DSC hatte im Vorfeld bei seinen Fans, das DRK bei seinen Mitarbeiter*innen und Klient*innen für das Thema geworben.

      Mehr als 230 Spender*innen sind dem Aufruf gefolgt, unter ihnen auch 108 Erstspender*innen. Eine von ihnen ist DRK Mitarbeiterin Hatice Gümüs. Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende kam gemeinsam mit DRK Vorstand Christopher Brandes zur Blutspende. „Wir wollten zeigen, dass sich das gesamte DRK gemeinsam für dieses überlebenswichtige Thema stark macht“, sagt Brandes. „Wir danken allen Beteiligten für ihre überwältigende Hilfsbereitschaft“. Allein für die Durchführung des Termins seien 15 ehrenamtliche Rotkreuzler*innen aus drei DRK Gliederungen sieben Stunden lang im Einsatz gewesen. Auch Patrick Lippek von der Arminia zeigt sich hocherfreut von der positiven Resonanz: „Wir sind als Verein stolz darauf, dass so viele unserem Aufruf zur Spende gefolgt sind, um mit ihrer Blutspende Leben zu retten“.

      Aufgrund des erwarteten hohen Andrangs konnten sich Blutspender*innen vorab ausschließlich online für eine bestimmte Uhrzeit anmelden. Im 10-Minuten-Takt wurden sie durch die Spende geführt. Nach rund 30 Minuten konnten die Spender*innen den Stammtisch mit einem Lunchpaket wieder verlassen. Ehrenamtliche des ausrichtenden DRK Ortsvereins Bielefeld-Zentrum hatten diese im Vorfeld gepackt. Die Pakete ersetzen aufgrund der geltenden Corona-Schutzvorkehrungen

      den sonst üblichen Imbiss im Spendelokal. DRK Vorstand Christopher Brandes freut sich schon jetzt auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DSC: „Wir wollen nicht nur unsere Kooperation beim Thema Blutspende ausbauen, sondern im kommenden Jahr weitere gemeinsame Aktionen folgen lassen“.

      Insgesamt wurden 190 Blutkonserven entnommen. 40 Stammzellenspender*innen ließen sich zudem typisieren. „Das ist ein erstklassiges Ergebnis und übertraf unser Erwartungen“, resümiert Tanja Reimer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West. Auf www.blutspendedienst-west.de gibt es Informationen zu weiteren Blutspendeterminen. Christina-Carolin Rempe

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    • DRK-Kreisverband Herford-Stadt: Corona-Übung mit Landrat

      Bei einem Probeeinsatz zur Testung eines sogenannten MANV (Massenanfall von Verletzten), der im August vom DRK-Kreisverband Herford-Stadt unter Corona-Bedingungen durchgeführt wurde, zollte Landrat Jürgen Müller auch  den Einsätzen aller ehrenamtlicher Helfer*innen in der Corona-Zeit, die bis dato mit rund 2 000 Stunden zu Buche schlugen, Anerkennung.

      Rund 40 Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes Herford-Stadt und mehr als 30 Statisten haben an der Katastrophenschutzübung teilgenommen.

      Bei dem groß angelegten Einsatz probten die ehrenamtlichen Helfer des DRK den Ernstfall. Angenommen wurde folgendes Szenario: Beim Sommerfest rund um das Mehrgenerationenhaus „Alte Schule Ottelau“ kam es zu einem Fettbrand mit mehreren Schwerstverletzten. Dabei mussten Kinder und Jugendliche, eine Seniorengruppe und die Gäste des Festes evakuiert und in Sicherheit gebracht werden. Die Verletzten sollten nach Möglichkeit vor Ort medizinisch erstversorgt und anschließend in die umliegenden Krankenhäuser transportiert werden.

      Einen persönlichen Eindruck von der Einsatzbereitschaft des DRK machten sich dabei Landrat Jürgen Müller und der neue Chef der Herforder Feuerwehr, Karsten Buschmann. Müller setzte mit seinem Besuch ein deutliches Zeichen der Anerkennung für  die fast 2 000 Stunden ehrenamtlichen Einsatz des DRK in Corona-Krise. Er dankte den ehrenamtlichen Katastrophenschützern für ihre Arbeit in der aktuellen Ausnahmesituation.

      Er wies darauf hin, dass der Bund und die Länder für den Katastrophenschutz zuständig seien. Bei außergewöhnlichen Gefahren- und Schadenslagen auf regionaler Ebene sei hingegen gemeinsames Krisenmanagement durch das Land und den Kreis erforderlich. „Ein effizientes Zusammenwirken durch Land, Kreis und den beteiligten Hilfsorganisationen ist erforderlich, damit Gefahrenabwehr auch auf neue, außergewöhnliche Herausforderungen wie die Covid-19- Pandemie angemessen reagieren kann“, so Müller.

      „Wir können noch so viele theoretische Überlegungen anstellen, doch erst in einer groß angelegten Übung zeigt sich, ob unsere Überlegungen, was die Notversorgung und Betreuung von Betroffenen auch während der Covid-19-Pandemie angeht, der Praxis stand- halten“, erläutert Kreisrotkreuzleiter Niko Dürkopp die ebenso von Bedeutung wie die Umsetzung der Vorgaben am Einsatzort.“

      Müller hob nochmals hervor, dass das DRK in Herford ein „unverzichtbarer Partner im Katastrophen- und Zivilschutz“ im Kreis sei. Gleichzeitig betonte er, dass er die Stärkung des Ehrenamtes in Hilfsorganisationen im Kreis Herford weiterhin unterstützen werde. Denn Ehrenamtliche benötigten für ihre Arbeit gute Rahmenbedingungen und seien gemeinsam mit dem Hauptamt im Katastrophenfall unverzichtbar. Neue Westfälische

    • Landesverband Westfalen-Lippe - Klausurtagung des Präsidiums

      In einer zweitägigen Klausur hat das Präsidium des Landesverbandes gemeinsam mit Vorstand und Abteilungsleitungen die strategische Ausrichtung geschärft. Mit Unterstützung durch Dr. Andreas Siebe, der als Zukunftsingenieur die strategische Beratung und unternehmerische Begleitung namhafter Unternehmen und Organisationen vollzieht, konnte man sich zwei Tage auf strategische Fragen des DRK in Westfalen-Lippe konzentrieren. Methodisch wurde das Instrument der Szenario-Managements eingesetzt. Zunächst wurden aktuelle Trends und die Umfeldentwicklung als strategische Früherkennung erarbeitet. Anschließend wurden in Form eines strategischen Controllings die vier strategischen Dimensionen „Wirtschaftlichkeit“, „Dienstleistung und Qualität“, „Verzahnung von Ehrenamt und Hauptamt“ sowie „Innovation und Verantwortung“ anhand der bisherigen Umsetzungsergebnisse bewertet und mit den strategischen Zielen abgeglichen. Auf dieser Grundlage konnten dann die erkannten Trends für eine Adjustierung der Zielsetzung genutzt werden, um die strategische Ausrichtung neu zu fassen. Ergebnisse der Klausur ist beispielsweise, dass dem höheren Bedarf an Ehrenamtlichen bei veränderter Gesellschaft durch gezielte Aktivitäten begegnet werden soll. i+t

       

       

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