Idee + Tat 2022Idee + Tat 2022

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  • Juni 2022

    Nachrichten

    • Seite 8 und Seite 16

      Nachrichten Seite 8

      • NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst ehrte Retter für ihren Heldenmut

        Der Rettungsassistent Heiko Kaminski aus dem DRK Witten war am 5. März 2020 im Einsatz, als er und sein Kollege in Witten-Herdecke an einer Brücke mit stehenden Autos und nervösen Passanten vorbeikommen. In der Ferne sehen sie einen Menschen im Wasser. Sie schalten die Sirene an und informieren die Leitstelle. Am Wasser angekommen, hören sie, wie eine Person ruft: „Ich kann nicht mehr" und „Hier ist noch einer". Heiko Kaminski zieht die Jacke aus und springt ins Wasser. An diesem März-Tag betragen die Wassertemperaturen der Ruhr 5 Grad Celsius. Im Wasser erkennt er, dass ein Mensch bewusstlos in der Ruhr treibt.  Gemeinsam schaffen er und Edmund Surwehme, der Retter, der um Hilfe gerufen hatte, den 65-Jährigen ans Ufer zu bringen. Dort wird dieser vom Kollegen Kaminskis reanimiert. Heiko Kaminski wird erst jetzt bewusst, wie sehr er sich aufgrund der niedrigen Wassertemperatur und der starken Strömung selbst sehr in Gefahr gebracht hatte. Der gerettete Mann starb leider wenige Stunden später im Krankenhaus. Er hatte einige Tage zuvor eine schwere ärztliche Diagnose erhalten. Es wird angenommen, dass er sich deshalb von der Brücke gestürzt hat. i+t

      • Lebensthema „Humanitäre Hilfe“
        Am 26. April las Prof. Dr. Joachim Gardemann im DRK-Tagungshotel in Münster aus seinem neu erschienenen Buch und eröffnete eine Ausstellung mit einer Auswahl seiner Aquarelle.

        Der Münsteraner Dr. Joachim Gardemann ist Kinderarzt, war bis vor kurzem Professor an der FH Münster und ist im Auftrag des Roten Kreuzes rund um den Globus gereist, um in Katastrophen- und Krisengebieten zu helfen. Als Hochschullehrer im Fachbereich Oecotrophologie - Facility Management und Leiter des von ihm aufgebauten Kompetenzzentrums „Humanitäre Hilfe“ an der FH Münster gab er sein Wissen und seine Erfahrungen weiter. Das Kompetenzzentrum, dem er 20 Jahre vorstand, hat die Expertise verschiedener Disziplinen für einen gemeinsamen Zweck vereint: Hilfe für Menschen im Krisenfall. Die Begegnungen, die er in seinem in einer erweiterten Neuauflage erschienenen Buch „Humanitäre Hilfe – Begegnungen mit notleidenden Menschen“ beschreibt, fanden vor dem Hintergrund von Naturkatastrophen, Kriegshandlungen oder der lebensbedrohlichen Infektionskrankheit Ebola statt.

        Gardemanns Einsatzorte lagen unter anderem in Tansania, Mazedonien, China, Haiti, Sierra Leone, Sri Lanka und im Iran. Es sind beeindruckende Porträts entstanden, gleichsam Plädoyers für die Bedeutung humanitärer Hilfe und die Unantastbarkeit menschlicher Würde. Gardemanns Lebensthema sei die Humanitäre Hilfe, so der Präsident des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe Dr. Fritz Baur zu Beginn der Veranstaltung.  „Mit Ihrem Buch legen Sie Zeugnis ab; ich muss gestehen, manche Schilderungen erschrecken und machen uns – gerade uns in unserem komfortablen Leben – fassungslos.“

        Zusätzlichen Ausdruck verlieh Gardemann den Erzählungen mit seinen Aquarellen, die das Buch illustrieren. Zum einen sei es wohl ein Weg für ihn gewesen, das Erlebte zu verarbeiten. Zum anderen habe er an der Malerei geschätzt, dass sie ihm – im Gegensatz zu Fotografien – ermöglicht hat, notleidende Menschen trotz ihrer katastrophalen Lebensumstände immer würdevoll abzubilden und ihre Persönlichkeitsrechte zu wahren. i+t

      • Weltrotkreuztag 2022 vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Kriegs: Frieden, humanitäre Hilfe und die Unantastbarkeit menschlicher Würde

        Weltrotkreuztag im Landtag NRW in Düsseldorf

        Der Schweizer Henry Dunant kam am 8. Mai vor 194 Jahren auf die Welt. Mit dem Weltrotkreuztag am 8. Mai würdigt die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung alljährlich ihren Begründer. Vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Kriegs setzte der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe in diesem Jahr ein Zeichen für den Frieden: Bastelbögen zum Anfertigen von Laternen in Form einer Friedenstaube nebst Bastel-Anleitungen wurden an alle Schulen in Westfalen-Lippe geschickt und allen DRK-Kitas im Verbandsgebiet zur Verfügung gestellt, damit die Laternen rund um den Weltrotkreuztag leuchten konnten.

        Außerdem hat der Verband die kurz zuvor erschienene Neuauflage von „Humanitäre Hilfe – Begegnungen mit notleidenden Menschen“ von Prof. Dr. Joachim Gardemann – ein Buch, das die Bedeutung humanitärer Hilfe und die Unantastbarkeit menschlicher Würde thematisiert - den Mitgliedern des NRW-Landtags, Mitgliedern des Bundestags aus Westfalen-Lippe, DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, den DRK-Kreisverbänden in Westfalen-Lippe, und den  Präsident*innen der anderen 18 DRK-Landesverbände als ein Plädoyer für humanitäre Hilfe und die Unantastbarkeit menschlicher Würde anlässlich des Weltrotkreuztags zukommen lassen.

        Darüber hinaus sorgte das DRK in NRW nach langer Corona-Pause wieder für den Kaffee zum Geburtstag Henry Dunants. Ob in den Verbandsgebieten der DRK-Kreisverbände oder im Landtag in Düsseldorf haben Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler wieder Kaffee für unterwegs als kleines Dankeschön für die Unterstützung der Rotkreuzaktivitäten durch die Bevölkerung an Passantinnen und Passanten verschenkt. Das Motto: „Wir sind bei jedem Hilferuf hellwach – und zum Weltrotkreuztag am 8. Mai geben wir einen aus!“.

        Mit dieser Botschaft waren auch die Kaffeepäckchen beschriftet, die die DRK-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe an alle Mitglieder des NRW-Landtags geschickt haben.

        Hintergrund zum Weltrotkreuztag

        Am 8. Mai 1828 wurde Rotkreuz-Begründer Henry Dunant geboren. Am 24. Juni 1859 wird er auf einer Reise Zeuge der Schlacht von Solferino, einer der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte. Die Schlacht gilt als   Erweckungserlebnis für Dunant und Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Auf Dunants Initiative begann damals die Geschichte der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, zu der inzwischen weltweit 191 nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gehören. Dunants Geburtstag wird alljährlich international als Weltrotkreuztag begangen.

        Allein im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe engagieren sich rund 29.000 ehrenamtlich Aktive. Ob im Katastrophenschutz oder im Rettungsdienst, in Pflegeeinrichtungen und Beratungsstellen, in der Kinder– und Jugendarbeit oder mit seinem Blutspendedienst – das Deutsche Rote Kreuz nimmt gesellschaftlich wichtige und notwendige Aufgaben wahr. i+t

        Bastelbogen Friedenstaube

        Bastelanleitung Friedenstaube

      • Verdienstmedaille für Präsident Dr. Fritz Baur

        Am 29. März 2022 besuchten Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, und Landesverbandsvorstand Gerd Diesel die „Rotkreuzgeschichtliche Sammlung in Westfalen-Lippe“ – kurz: Rotkreuzmuseum - in der ostwestfälischen Gemeinde Schlangen. Vor Ort gesellte sich der Bürgermeister von Schlan­gen, Marcus Püster, dazu. Sie wurden begrüßt von dem Präsidenten der Rotkreuzge­schichtlichen Sammlung, Prof. Dr. Jürgen Bux, der sich über die mit dem Besuch erwiesene Wert­schätzung freute.

        Nach einer rund eineinhalbstündigen Führung durch das Museum trafen sich Gäste und Mitarbeitende des Museums zu einem kleinen Imbiss, den das Museumsteam liebevoll vorbereitet hatte. In geselliger Runde ließ man die Eindrücke der Besichti­gung Revue passieren. Von Dr. Baur gab es großes Lob ob der zahlreichen Exponate, die mit viel Liebe zum Detail präsentiert werden. Der Landesverbandspräsident dankte dem Präsidium und dem Museumsteam der Einrichtung für den unermüdlichen Einsatz, mit dem sie die Geschichte des Roten Kreuzes lebendig hielten, um sie sowohl Rotkreuzler*innen  als auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Bürgermeister Püster erinnerte an die Anfänge des Museums und war sichtlich erfreut über die Gestaltung des Gebäudes und der Räumlichkeiten.

        Prof. Bux erinnerte daran, dass Umbau und Renovierung des Hauses hin zu einem Museum überwiegend ehren­amtlich geleistet wurden. Auch heute noch stehe die ehrenamt­liche Arbeit im Vordergrund, ohne sie könnte das Museum nicht existieren. Bux informierte außerdem über Pläne zur künftigen Gestaltung des Museums. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt sei die Inventarisierung aller Exponate, um die sich das Museumteam aktuell kümmere.

        Mit seinem Eintrag in das Gästebuch sprach Dr. Fritz Baur noch einmal seinen Dank aus:

        „Der Weg von Münster nach Schlangen zum DRK-Museum ist immer lohnend -  es gibt sehr viel anzuschauen, und ein Lerneffekt stellt sich auch ein! Herzlichen Dank allen Mitstreitern des Museums, und für die weitere Zukunft alles Gute!“ Klaus-Dieter Beppler / i+t

      Nachrichten Seite 16

      • „Pinolino” spendet großzügig für unsere Ukrainehilfe

        Mehr als 100 Kinderbetten und drei Wickelkommoden für die Ukrainehilfe spendete „Pinolino“ Münster dem DRK in Westfalen-Lippe. Die großzügige Möbelspende wurde auf DRK-Einrichtungen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine rund um Münster verteilt.

        Der Präsident des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe, Dr. Fritz Baur, bedankte sich „sehr herzlich für die großartige und wirkungsvolle Spende“ beim Geschäftsführer von „Pinolino Kinderträume“ Frank de Vries und seinem Team: „Mit Ihrer Hilfe leisten Sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich die Kinder, die den weiten Weg aus der Ukraine zu uns gekommen sind, bei uns wohl fühlen.“ i+t

      • Geschäftsführer Wirtschaft, Verkehr, Gesundheit, Jugend und Soziales beim Städte- und Gemeindebund NRW besucht DRK-Landesverband in Münster

        Austausch über Versorgung flüchtender Menschen, Katastrophenschutz und Corona

        Der Präsident des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe, Dr. Fritz Baur, begrüßte den Geschäftsführer Wirtschaft, Verkehr, Gesundheit, Jugend und Soziales beim Städte- und Gemeindebund NRW, Horst-Heinrich Gerbrand, am 2. Mai in der DRK-Landesgeschäftsstelle in Münster.

        Zu den Gesprächsthemen gehörte die Versorgung von flüchtenden Menschen mit und ohne Behinderung, die Bedeutsamkeit der Kommunen beim Katastrophenschutz und der Austausch über Erfahrungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Außerdem stellten Präsident Baur und die Vorstände Dr. Hasan Sürgit und Gerd Diesel die Aufgabenfelder des Landesverbands vor.

        Nach dem Austausch gab es eine Führung von Vorstand Gerd Diesel über den DRK-Campus an der Sperlichstraße, bei dem Horst-Heinrich Gerbrand das Institut für Bildung und Kommunikation und das DRK-Tagungshotel Dunant kennenlernte. i+t

      • DRK lud zu Ukrainischem Abend in Wattenscheid

        Am 27. April lud das Deutsche Rote Kreuz zu einem „Ukrainischen Abend“ in das Haus Wiesmann in Wattenscheid ein. Hier hatten Menschen aus der Ukraine, die in Wattenscheid untergekommen sind, die Möglichkeit, sich in netter Atmosphäre kennenzulernen und auszutauschen. Ziel des Abends war es, einen ungezwungenen Begegnungsraum zu schaffen, Bedarfe zu erfragen und Hilfen zu koordinieren.

        Neben knapp 20 Ukrainer*innen waren Vertreter*innen vom Haus Wiesmann, des GEMI e.V., des Stadtteilmanagements „wat-bewegen“, der katholischen Kirchengemeinde Sankt Joseph Wattenscheid, der „Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid“, der Integrationsagentur des DRK-Kreisverbands Bochum, einige ehrenamtliche Übersetzer*innen und interessierte Bürger*innen anwesend. Bei Pizza und guten Gesprächen konnte einiges in Erfahrung gebracht und ein erster Sprachkurs platziert werden. Aktuell werden weitere Veranstaltungen geplant. So gibt es die Überlegung, einen regelmäßigen Begegnungs- und Austauschabend ins Leben zu rufen.

        Die Veranstaltung wurde im Rahmen eines Pilotprojektes des DRK-Kreisverbands Wattenscheid und des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe zur Integration von Menschen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund geplant und durchgeführt. Bastian Wiebusch / i+t

      • Neues Projekt in Vreden gestartet: Bewegungsbegleitung für Menschen im Alter

        Das Rote Kreuz im Kreis Borken hat in Vreden ein neues kreisweites Projekt gestartet, das älteren Menschen wieder mehr Lebensfreude vermitteln soll: „Bewegungsbegleitung für Menschen im Alter“. Koordinator ist Manuel Jakob, der sein Büro in der Alten Post, Bahnhofstraße 1 in Vreden, hat. Das Projekt soll zur Förderung der Bewegungsmotivation von Seniorinnen und Senioren dienen. Viele Menschen genießen den Blick in die Natur: singende Vögel, wunderschöne Bäume und Blumen, prachtvolle Wiesen und Felder. Egal wo wir leben, es gibt vieles zu entdecken. Doch wie ist es, wenn Ältere nicht mehr die Natur genießen können?

        Irgendwann verliert sich der Blick auf die schönen Dinge des Lebens, meint das Rote Kreuz in einer Mitteilung. Gründe seien der eigene Antrieb, möglicherweise eine fehlende Begleitung oder der Gesundheitszustand. Manuel Jakob: „Die Tücken des Älterwerdens werden immer größer. Genau diese Gedanken haben wir beim Roten Kreuz im Kreis Borken aufgegriffen und reifen lassen. Viel zu oft begegnen uns Situationen, die einst Lebensfreude bedeuteten und heute nur noch mühsam gemeistert werden können.“ Aus diesem Grund entstand das von der Deutschen Fernsehlotterie geförderte und zunächst auf drei Jahre ausgelegte Projekt „Bewegungsbegleitung für Menschen im Alter“.

        Altersgesundheit zu fördern ist absolut wichtig 

        Mit der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer – Bewegungsbegleiter – soll die Selbstständigkeit nicht mehr so mobiler Menschen gefördert werden. „Mit unserem Projekt möchten wir Menschen die Gelegenheit geben, in jeglicher Form und ganz nach eigenen Wünschen aktiv zu bleiben“, sagt Projektkoordinator Manuel Jakob: „Die Altersgesundheit zu fördern ist ein absolut wichtiges Thema in der heutigen Zeit. Dies sollte aber auch selbstbestimmend möglich sein und bleiben.“

        Ehrenamtliche Bewegungsbegleiter kommen zu den Menschen nach Hause 

        Die Bewegungsbegleiter kommen zu den Menschen nach Hause und planen die Gestaltung der gemeinsamen Zeit ganz nach den Wünschen der Klienten. Dabei ist es gleich, ob es der gemeinsame Einkauf, ein Spaziergang im Park oder ein gesellschaftliches Spiel ist. Jeder Mensch kann in dem neuen Projekt seine Ideen und Bedürfnisse anbringen und gemeinsam mit dem Bewegungsbegleiter umsetzen. Jede Form der Bewegung bedeutet Förderung der Altersgesundheit und sorgt für eine Verbesserung des eigenen Gemütszustandes. Das Rote Kreuz steht gerne für Fragen zur Verfügung, sei es von ehrenamtlichen Begleitern oder von Menschen mit Bewegungsarmut. KV Borken 

        Kontakt:

        Rotes Kreuz im Kreis Borken 
        Bewegungsbegleitung für Menschen im Alter 
        Manuel Jakob 
        Röntgenstr. 6 
        46325 Borken 
        Tel. 02861 8029-287 
        Mobil 01761 8029254 
        ​​​​​​​m.jakob(at)drkborken.de​​​​​​​

  • März 2022

    Nachrichten Seite 8

    • Neue Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Münster Sybille Benning besucht DRK-Landesverband am „Europäischen Tag des Notrufs 112“

      Gemeinsam das Ehrenamt stärken

      „Dass unser heutiges Treffen auf Rotkreuzebene am 11. Februar, dem ‚Europäischen Tag des Notrufs 112‘ - also der Telefonnummer für schnelle und professionelle Hilfe - stattfindet, ist Zufall, aber ein passender“, so Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, bei der Begrüßung von Sybille Benning.

      Die langjährige ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete ist seit dem 4. November 2021 neu gewählte Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Münster und war zu Gast in der DRK-Landesgeschäftsstelle in Münster.

      Präsident Baur und Landesverbandsvorstand Dr. Hasan Sürgit stellten Frau Benning die Aufgabenfelder und die Gremien des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe vor. Zu den Gesprächsthemen gehörten auch die gemeinsamen Herausforderungen in der Stärkung des Ehrenamtes.

      Das Spektrum erstreckt sich über die Förderung und Koordination des Engagements von „Spontanhelferinnen und –helfern“ bei akuten Notlagen wie nach der Flutkatastrophe im Sommer, über Angebote, in zeitlich überschaubaren Projekten mitzuwirken, bis hin zu Ehrenämtern, für die besonders aufwändige Qualifikationen erforderlich sind, wie zum Beispiel im Katastrophenschutz und im Rettungsdienst.

      Das DRK als Organisation, in die sich viele Menschen für die gute Sache einbringen, habe sie eigentlich ihr ganzes Leben lang begleitet und begeistert, so Sybille Benning. Rund 390 ehrenamtlich Aktive unterstützen die Rotkreuzaufgaben im DRK-Kreisverbandsgebiet Münster.

      An das Gespräch schloss sich ein gemeinsamer Rundgang über den DRK-Campus an der Sperlichstraße an. Hierbei erhielt Frau Benning sowohl einen Eindruck vom DRK-Blutspendedienst als auch vom Institut für Bildung und Kommunikation, der Schulungseinrichtung des DRK-Landesverbandes.

      Der abschließende Imbiss wurde im „Bistro Henry“ eingenommen. Das „Bistro Henry“ ist ein anerkannter Inklusionsbetrieb, in dem Beschäftigte mit und ohne Behinderung tätig sind. i+t

    • NRW-Gesundheitsminister Laumann besuchte Impfpunkt in Arnsberg-Neheim

      Einige Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverbandes Arnsberg wollten an mehreren Tagen vor dem Weihnachtsfest weihnachtliche Stimmung mit Waffeln und Kinderpunsch in den Impfpunkt Arnsberg-Neheim zaubern.Von der Qualität der Waffeln konnte sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf seiner Rundreise am Samstag, 18. Dezember zusammen mit Landrat Dr. Karl Schneider und Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner selbst überzeugen. Hierzu gab es einen Pott Kaffee.

      Der Minister informierte sich anschließend im Gespräch direkt bei den Organisatoren des Hochsauerlandkreises, des DRK-Kreisverbandes Arnsberg und beim medizinischen Fachpersonal über die Arbeit und dankte allen Beteiligten für das große Engagement.

      Besonderes Augenmerk wurde vom DRK auf die Aktionen von „#EngagiertFürNRW“, Aufbauhilfe für Hochwassergeschädigte, sowie die „Herz und Seelenhilfe“ gelegt.

      Zur Sprache kamen auch Probleme, so beispielsweise die Verteilung von Biontech und Moderna, die Sorge vor der Omikron-Variante oder die Verunsicherung in der Bevölkerung. Ziel der Impfungen soll weiterhin sein, eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus zu verhindern oder aber abzumildern und den Durchbruch von Omikron mit der Booster-Impfung zu verlangsamen.  Bernd Hauk / i+t

    • Dr. Fritz Baur ehrte ausgeschiedenen Präsidenten des DRK Warendorf-Beckum

      Auf Röschinger folgte Strothmann

      Nach rund 16 Jahren als Präsident des DRK-Kreisverbands Warendorf-Beckum gab Dr. Frank Röschinger vorzeitig sein Amt ab. Bei der Kreisversammlung am 3. Dezember 2021 dankte ihm Kreisgeschäftsführer Detlef Weißenborn für sein Engagement: „Du hast Dich verdient gemacht.“

      Der Präsident des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe, Dr. Fritz Baur, hatte eine große Überraschung für den scheidenden Kreisverbandspräsidenten: Auf Antrag des Kreisverbands verlieh er dem ausgeschiedenen Präsidenten die Verdienstmedaille des Landesverbandes, die der Ausgezeichnete bewegt entgegennahm.

      Röschinger sei im DRK-Kreisverband Warendorf-Beckum der Präsident mit der bisher längsten Amtszeit, so Baur.  Laut Kreisverband habe sich noch kein Präsident in der Verbandsgeschichte so aktiv in der Rotkreuzarbeit im Kreis engagiert wie er. „Wir blicken auf einen sehr gut aufgestellten, wirtschaftlich geordneten Kreisverband, mit starken Ortsvereinen, einem sehr leistungsfähigen Ehrenamt, vielen ehrenamtlich engagierten Personen von der Blutspende über den Katastrophenschutz bis zur Wohlfahrts- und Sozialarbeit“, sagte der Landesverbandspräsident.

      Dr. Karl-Uwe Strothmann heißt der neue Präsident des DRK-Kreisverbandes Warendorf-Beckum. Der promovierte Jurist kam aus Bielefeld nach Beckum, wo er 2002 Kämmerer wurde. Im Jahr 2004 gewann er die Wahl zum Bürgermeister. Dieses Amt führte er bis zum 31. Oktober 2020 aus. Der heutige hauptamtliche Dozent an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW wurde einstimmig in das DRK-Ehrenamt gewählt. Röschinger selbst hatte ihn dazu bewogen, als sein Nachfolger zu kandidieren.

      Dr. Fritz Baur kennt Dr. Karl-Uwe Strothmann aus seiner beruflichen Zeit beim LWL. „Damals war er noch Bürgermeister der Stadt Beckum.“ Baur kann sich Strothmann gut als würdigen Nachfolger von Röschinger vorstellen: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“  i+t

    • Hilfe für Flüchtlinge an der polnisch-belarussischen Grenze
      Am 22. Dezember überreichte Oberbürgermeister Pit Clausen einen symbolischen Spendenscheck für die Flüchtlinge im Grenzgebiet zwischen Belarus und der EU an den Präsidenten des DRK Bielefeld, Stephan Nau und DRK-Kreisverbands-Vorständin Ulrike Ahrens. 

      Immer mehr Menschen versuchten, ab Mitte 2021 von Belarus über die Grenze zu Polen, Litauen und anderen Nachbarländern in die EU zu gelangen. Sie strandeten im Grenzgebiet an der EU-Außengrenze. Ohne Zugang zur Grundversorgung sind sie dort auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt seine Schwestergesellschaften, das Polnische Rote Kreuz und das Litauische Rote Kreuz, mit Hilfsgütern für Aufnahmezentren. „Die Menschen brauchen Nahrung, Zugang zu medizinscher Versorgung, Hygieneartikel und Kleidung“, so DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

      Der Rat der Stadt Bielefeld hat im Dezember eine Beteiligung an der humanitären Winterhilfe des Deutschen Roten Kreuzes für Geflüchtete an der polnisch-belarussischen Grenze beschlossen. Hierfür stellte er, gemessen an der Einwohnerzahl von Bielefeld, 10 Cent zur Verfügung, insgesamt also rund 34.000 Euro.  „Es war ein einstimmiger Ratsbeschluss“, betonte Clausen.

      Mit der Spende werden unter anderem Hygiene-Kits, Kleidungs-Sets, Wärmedecken, Schlafsäcke und medizinische Ausrüstung in Aufnahmezentren des Polnischen und des Litauischen Roten Kreuzes finanziert.

      Viele der Menschen sind Schutzbedürftige aus von Krisen und Konflikten betroffenen Ländern, darunter besonders gefährdete Gruppen wie Schwangere und Minderjährige ohne Begleitung. „Weitere Spenden für die Flüchtlinge im Grenzgebiet werden weiterhin dringend benötigt“, Ulrike Ahrens, Vorständin des DRK Kreisverband Bielefeld „Wir können die Menschen im Grenzgebiet nicht erfrieren lassen.“ KV Bielefeld/i+t

    Nachrichten Seite 16

    • DRK-Kreisverband Unna lädt zur Podiumsdiskussion

      „Pandemie, Hochwasser, Stromausfall – Wie ist die künftige Rolle des Katastrophenschutzes im Kreis Unna?“

      Selten waren die ehrenamtlichen Katastrophenschützer*innen des DRKs so stark gefragt und gefordert wie in den letzten Monaten. Nicht nur beim Betrieb von (mobilen) Teststellen oder Impfzentren im Rahmen der Corona-Pandemie, sondern vor allem auch nach der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Sommer waren viele von ihnen praktisch im Dauereinsatz. .

      Ein Brennglas, das uns allen gezeigt hat: Im Notfall können wir uns auf das ehrenamtliche Engagement in unserer Region verlassen! Doch ebenso hat dieses Brennglas auch offenbart, vor welchen Herausforderungen der lokale und regionale Katastrophenschutz in den nächsten Jahren stehen wird. Genau darüber diskutierten am 9. Februar 2022 auf Einladung des DRK-Kreisverbandes Unna in Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Lünen Ehrenamtliche und Politiker*innen unter dem Titel: „Pandemie, Hochwasser, Stromausfall – Wie ist die künftige Rolle des Katastrophenschutzes im Kreis Unna?“. Gewonnen werden konnten dafür gleich zwei prominente Gäste, die nicht nur am Thema interessiert sind, sondern innerhalb des Landtages und der Landesregierung NRW auch aktiv an der Gestaltung des lokalen Katastrophenschutzes mitwirken können: Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW) und Hartmut Ganzke MdL (Innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion). Und auch aus der Kreisverwaltung waren mit Landrat Mario Löhr und dem verantwortlichen Dezernenten Uwe Hasche die wesentlichen Akteure vor Ort.

      Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Unna, Michael Makiolla, stellten sich die Fachpolitiker*innen – moderiert von Dr. Sascha Rolf Lüder, dem Leiter des Verbindungsbüros des Deutschen Roten Kreuzes bei Landtag und Landesregierung von NRW – den Fragen der Anwesenden.

      Gerne nutzten Kreisrotkreuzleiter Robert Wettklo und der 2. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Bönen, Timo Beckschäfer diese Gelegenheit und veranschaulichten anhand verschiedener Beispiele die Probleme, mit denen ehrenamtliche Katastrophenschützer*innen im Alltag zu kämpfen haben: Vor allem die Bürokratie macht dort zu schaffen, wenn für jeden Einsatz gleich mehrere Durchschläge und diverse Listen geführt werden müssen, die sich immer wieder doppeln. Aber auch die räumliche Ausstattung vor Ort kam zur Sprache: „Haben Sie schon mal versucht, aktuell mit einer Miete von 3,81 € pro m² Räumlichkeiten zur Unterbringung von Katastrophenschutzfahrzeugen zu mieten?“, fragte Wettklo in die Runde. 

      Hinweise, die die beiden Politiker*innen gerne aufnahmen. So erklärte Ina Scharrenbach: „Ein Ergebnis aus den Ereignissen im Sommer ist für mich, dass wir in der Hochwasserkrise auch ohne viel Bürokratie gute Arbeit geleistet haben.“ Daraus schlussfolgerte sie: „Alle Regeln, die dort überflüssig waren, können weg. Das erfordert natürlich Mut – über alle Ebenen und Gremien hinweg.“ Doch das sei nötig, denn „je mehr Anforderungen an das Ehrenamt gestellt werden, desto weniger Ehrenamtliche habe ich und desto mehr gefährde ich die Existenz des Ehrenamtes als Ganzes.“ 

      Ein Problem, dass auch der Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbandes, Dr. Hasan Sürgit, ansprach: Denn gerade im Bereich der „Personalgewinnung“ von Ehrenamtlichen habe man „nicht nur Wünsche, sondern akute Probleme“. Um diese zu lösen, sei weniger Trägheit der Ministerialbürokratie und mehr Flexibilität erforderlich, zum Beispiel, wenn es um die Frage gehe, warum nicht auch funktionierende Teileinheiten eingesetzt werden könnten, statt Einsatzeinheiten wegen einzelner fehlender Kräfte sogar Fördergelder zu streichen. „Es ist vor allem eine Frage der Haltung gegenüber den Ehrenamtlichen und ihrem Engagement“, wünschte er sich hier mehr Wertschätzung.

      Eben diese positive, wertschätzende Haltung gegenüber Ehrenamtlichen wünschte sich auch Hartmut Ganzke verstärkt und möchte sich dafür einsetzen, dass Katastrophenschützer*innen künftig keine Schwierigkeiten mehr haben werden, für ihre Einsätze bei der Arbeit freigestellt zu werden. „Gerade in der öffentlichen Verwaltung sollten wir da mit gutem Beispiel voran- gehen.“ „Aber auch die Privatwirtschaft sollte sich darauf einstellen, dass Katastrophenschutzeinsätze in Zeiten des Klimawandels künftig häufiger werden und länger dauern können“, ergänzte Michael Makiolla und bat die Landespolitiker*innen darum, dieses Thema in ihre Gespräche mit deren Interessensvertreter*innen mitzunehmen, ehe er allen Beteiligten für die rege Diskussion dankte: „Der Katastrophenschutz hat nach den letzten Ereignissen aktuell einen deutlich höheren Stellenwert als in den vergangenen 20 Jahren. Das sollten wir als Chance nutzen!“, sah er dabei optimistisch in die Zukunft.

      Die Veranstaltung wurde als Hybrid-Format umgesetzt, so dass neben einigen Gästen vor Ort in der Unnaer Stadthalle auch interessierte Ehrenamtliche vor ihren Bildschirmen folgen und sich an der Diskussion beteiligen konnten. KV Unna

    • Rotkreuz-Museumsgründer Jürgen Reuter feierte seinen 75. Geburtstag

      Der Gründer der Rotkreuzgeschichtlichen Sammlung in Westfalen-Lippe, Jürgen Reuter, feierte am 10. Januar seinen 75. Geburtstag. Seit mehr als 60 Jahren engagiert er sich beim Roten Kreuz. Mit einem Erste-Hilfe-Training fing es an, mit 18 Jahren übernahm er erste Leitungsfunktionen im DRK-Ortsverein Bad Lippspringe. Im Laufe seines Lebens übernahm er im Zeichen des Roten Kreuzes Ausbildungs- und Führungsaufgaben wahr als Jugendrotkreuz-Leiter, Erste-Hilfe-Ausbilder, im Sanitäts- und Betreuungsdienst und als Bereitschaftsleiter im Ortsverein.

      Sehr prägend waren seine Auslandseinsätze: 1969 unterstützte er neun Monate lang die humanitäre Hilfe des DRK in Nigeria, wo aufgrund des „Biafra-Kriegs“ eine Hungerkatastrophe wütete. Es folgten Einsätze in Bangladesch und Thailand. 1985 entsandte ihn das Internationale Rote Kreuz nach Äthiopien, das damals unter einer schweren Hungersnot litt. Dieses Mal begleiteten ihn seine Frau und seine Tochter; Reuter war dort drei Jahre lang im Einsatz.

      Ein Projekt, was ihn im Deutschen Roten Kreuz und darüber hinaus bekannt gemacht hat, ist die Rotkreuzgeschichtliche Sammlung in Westfalen-Lippe. Über die Jahre hatte Jürgen Reuter Gegenstände gesammelt, die den Betrachtenden Einblicke in die Geschichte des Roten Kreuzes vermitteln. Als der Keller des Reuterschen Hauses zu klein wurde, wurden die Exponate im Dachgeschoss untergebracht. Seit 1997 interessierten sich 5 000 Besucher*innen dafür. 2013 zog die Sammlung in ein mit viel Eigeninitiative saniertes Haus in Schlangen um; seit Juli 2018 ist sie anerkanntes Landesmuseum des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe.

      Jürgen Reuter erfuhr aufgrund seines Engagements viele Ehrungen, darunter das DRK-Ehrenzeichen und die Ehrenamtsnadel der Stadt Bad Lippspringe. i+t

    • Schulministerin Yvonne Gebauer empfängt Kampi und Puppe Paul im Landtag NRW Gespräche über den Fortgang des Projektes „Laienreanimation an Schulen“

      Das Duo Kampi (Sven Kampeter) und Puppe Paul aus dem DRK-Kreisverband Herford-Land ist jetzt auf Einladung des Sprechers für Heimat, Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung der FDP-Landtagsfraktion Stephen Paul MdL von Schulministerin Yvonne Gebauer MdL im Landtag NRW in Düsseldorf empfangen worden.

      In Begleitung des Leiters des Rotkreuz-Büros NRW Dr. Sascha Rolf Lüder berichtete Sven Kampeter der Ministerin von dem erfolgreichen Erste-Hilfe-Projekt, welches er und Puppe Paul seit 21 Jahren in Kindergärten und Grundschulen in Ostwestfalen-Lippe anbieten und stellte bei dem Gespräch die Wichtigkeit heraus, dass Kinder so früh wie möglich Erste-  Hilfe-Maßnahmen kennenlernen sollen. Über 20 000 Kinder haben in dieser Zeit an dem Projekt teilgenommen. Ministerin Gebauer war von dem ehrenamtlichen Engagement sehr beeindruckt und signalisierte, sich weiter dafür einzusetzen, dass das Thema Laienreanimation in die Lehrpläne an Schulen in NRW eingebaut wird. Die kontinuierliche und flächendeckende Implementierung von Laienreanimation und Erster Hilfe an Schulen ist erklärtes Ziel des DRK in Nordrhein-Westfalen für eine weitergehende strategische Zusammenarbeit mit dem Land in den Bereichen „Gesundheit“ und „Sicherheit“.

      Im Anschluss des Termins mit der Schulministerin stand eine Begegnung mit Landtagspräsident André Kuper MdL auf dem Programm. „Ich freue mich sehr mithelfen zu können, das wichtige Thema der Laienreanimation und der Ersten Hilfe an Schulen mit dem Puppe-Paul-Projekt so noch mehr in den Fokus setzen zu können ; es waren tolle und konstruktive Gespräche", so Sven Kampeter nach den Gesprächen mit Ministerin Gebauer und Landtagspräsident Kuper. Sven Kampeter/Dr. Sascha Rolf Lüder / i+t

    • Ehrenamtler der „kinderinsel“ an DRK-Kinderklinik Siegen erhält Auszeichnung des WDR

      Lars Lubienetzki engagiert sich seit mehr als 10 Jahren ehrenamtlich als Besuchsperson in der „kinderinsel“, der Intensivstation mit Wohncharakter für dauerhaft beatmete Kinder und Jugendliche an der DRK-Kinderklinik Siegen. Einmal die Woche besucht der Sprachkünstler, wie sich der Journalist treffend selbst beschreibt, Sascha, einen der ersten Bewohner der 2005 eröffneten Einrichtung. Aus der zunächst eher rein praktisch orientierten Beziehung ist im Laufe der Jahre eine echte Freundschaft entstanden. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass Lars viel redet, Sascha aufgrund seiner Beeinträchtigung in Form einer Beatmung mittels Tachialkanüle eher weniger. Aber das passt schon so. Man unterhält sich über aktuelle Themen, unternimmt gemeinsame Ausflüge oder spielt zusammen an der Playstation die neuesten Spiele. Eben Dinge, die Freunde so machen.

      Auf genau dieses ehrenamtliche Engagement des Selbstständigen, der aus dem Ruhrgebiet stammt, ist die Redaktion der Lokalzeit Südwestfalen des WDR aufmerksam geworden. Im Rahmen der jährlichen Ausschreibung des Ehrenamtspreises des Senders besuchte Redakteurin Julia Arns die beiden in der „kinderinsel“. Der anschließende Bericht in der Lokalzeit beeindruckte viele Zuschauer*innen, was man unter anderem an den Feedbacks auf den Social-Media-Kanälen des WDR, aber auch der Kinderklinik erkennen konnte. Im „Battle“ gegen fünf weitere in der Region engagierte Ehrenamtler setzten sich Lars und Sascha beim Onlinevoting mit gut über 40 Prozent am Ende durch. Und so erhielten die beiden - Lars ist der Meinung, dass der Preis Sascha ebenfalls gebührt - Ende Dezember 2021 den Preis für den Ehrenamtler des Jahres 2021.

      Wie wertvoll es sein kann, Menschen Zeit zu schenken, hat Lars Lubienetzki schon vor Jahren realisiert, als er sich um seine Oma gekümmert hat. „Wenn ich hier beim Sascha bin und komme später nach Hause, dann ist alles weg. Dann sind die Probleme des Alltags plötzlich unwichtig. Das erdet mich. Und macht mich auch ein bisschen demütig", resümiert er.

      Der Pokal steht übrigens im Zimmer von Sascha auf der „kinderinsel“ – denn da können sich beide dran erfreuen. Das Team der „kinderinsel“ Siegen ist übrigens auch sehr dankbar für das Engagement von Lars. Denn solch eine Abwechslung im aktuell eher eingeschränkten Klinikalltag kann eben nur ein Besucher bieten, auch wenn das rund 60-köpfige Team der Einrichtung schon viel mit seinen 17 Bewohnern unternimmt. Arnd Dickel / i+t